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Neue Fahrzeuge für die Feuerwehren

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Grabenstätt. In der jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat Grabenstätt der Anschaffung eines neuen Mehrzweckfahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr Grabenstätt und der Anschaffung eines Löschzugs für die Freiwillige Feuerwehr Erlstätt zu.


Die Feuerwehr Grabenstätt hatte in einem Antrag an die Gemeinde dargelegt, weshalb das Fahrzeug bereits heuer und nicht erst, wie eigentlich geplant, 2015 beschafft werden sollte. Grund ist die neue Fahrzeugnorm »Euro 6«, laut derer ab 2015 für Feuerwehrfahrzeuge unter 3,5 Tonnen unter anderem eine Abgasreinigungsanlage im Gerätehaus eingebaut werden müsste. Es gebe eine Ausnahmeregelung, wenn das Fahrzeug noch heuer beschafft und zugelassen werden würde. Der notwendige Innenausbau des Fahrzeuges müsste erst 2015 erfolgen.

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Im Finanzplan der Gemeinde seien für das kommende Jahr Mittel für die Beschaffung des besagten Fahrzeugs vorgesehen und »zwar in Einnahmen 13 000 Euro und in Ausgaben 110 000 Euro«, betonte Bürgermeister Georg Schützinger. Die Änderungen in den Euronormen ließen es nun als sinnvoll erscheinen, das Fahrzeug noch 2014 »zumindest in Teilen zu beschaffen«. Auch die Tatsache, dass am derzeitigen Gerätewagen (Baujahr 1990) in Kürze umfangreiche Wartungs- und Austauscharbeiten notwendig seien, spreche für die Neuanschaffung, so Schützinger. Er verwies vor der Abstimmung auf die Kosten, die man sich damit sparen könnte.

Wie Kämmerer, Peter Drechsler klarstellte, könnte der vorzeitigen Beschaffung aus finanzieller Sicht uneingeschränkt zugestimmt werden, nachdem sich die Anschaffung des Fahrzeugs »LF 20 Kat S« für die Freiwillige Feuerwehr Erlstätt verzögern werde. Für die Beschaffung dieses Löschgruppenfahrzeugs wurden in diesem Jahr entsprechende Mittel bereitgestellt – 320 000 Euro Ausgaben und 73 000 Euro Zuwendungen als Einnahmen. Der entsprechende Zuschussantrag sei bereits im vergangenen Dezember bei der Regierung von Oberbayern gestellt worden, so Schützinger. Die Zustimmung zur Beschaffung sei im Januar erteilt worden.

Für die europäische Ausschreibung bediene sich die Gemeinde der Firma IBG, einem Ingenieurbüro für Brandschutz in Heilbronn. Andere Kommunen hätten mit dieser Vorgehensweise gute Erfahrungen gemacht, nachdem sich die Situation bei der Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen durch die Beschlüsse des Bundeskartellamtes in den Jahren 2011 und 2012 grundlegend geändert habe, so Bürgermeister Schützinger. Die Kosten für diese Dienstleistung würden sich auf etwa 4000 Euro belaufen, wobei hier noch Einsparungen zu erwarten seien, da sich eine andere Gemeinde dieser Ausschreibung angeschlossen habe. Mit einer Auslieferung in diesem Jahr sei aber nicht mehr zu rechnen, so Schützinger.

Die Gemeinderäte stimmten der Anschaffung einstimmig zu. Solche Feuerwehrfahrzeuge seien durchaus 40 Jahre im Einsatz, problematisch werde es aber ab einem gewissen Alter erfahrungsgemäß mit der Ersatzteilbeschaffung. »Wir rechnen mit 20 Jahren«, resümierte Schützinger. mmü