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Neue Chance für den Skilift am Unternberg

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Ruhpolding. Die »Skibetriebe Unternberg Verwaltungs GmbH« hat sich entschlossen, die Entscheidung über die Fortführung des Skiliftbetriebes letztmalig bis 14. August zu verlängern. Diesem Schritt ging der in den letzten Tagen spürbare Anstieg der Mitgliederzahlen voraus. Für die Verantwortlichen des Fördervereins sei diese Nachricht wie ein halber Sieg. Sozusagen wie ein guter erster Durchgang beim Slalom.


Diese Ausgangsposition helfe allerdings überhaupt nichts, zählen würde jetzt der zweite Durchgang. Um den Skibetrieb am Unternberg zu retten, braucht der Förderverein bis zum 14. August 1000 Mitglieder. Ende Juni hatte man 484.

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Bereits vor zwei Jahren stand der Betrieb am Unternberg vor dem Aus. Damals schafften es Herbert Fritzenwenger junior und seine Mitstreiter in einer spektakulären Aktion, den Skibetrieb weiter zu führen. Allerdings fiel nach den zwei Jahren Betrieb die Bilanz ernüchternd aus. Es konnten nicht die Umsätze erzielt werden, die notwendig sind, um den Liftbetrieb weiter zu sichern.

Die Qualität der Pisten sei hervorragend und werde von allen Seiten gelobt, so der scheidende Geschäftsführer der »Skibetriebe Unternberg Verwaltungs GmbH«, Herbert Fritzenwenger. Im vergangenen Winter war an 86 Tagen der Lift in Betrieb. »Leider sind die Umsätze, die durch den Rennsport erzielt werden, zu gering. Die Anzahl der 'normalen' Skifahrer ist zwar deutlich gestiegen und auch die Urlauber fahren vermehrt am Unternberg, doch diese Zahlen reichen nicht aus«, stellte Fritzenwenger fest.

Trotzdem will das Team um den neuen kommissarischen Geschäftsführer Herbert Ringsgwandl jun. jede Chance nutzen, um doch noch die Wende zu schaffen. Auch für den neuen Vorsitzenden des Skiverbandes Chiemgau, Engelbert Schweiger, wäre ein Ende des Skibetriebs fatal. »Das hätte Auswirkungen auf die Zentren am Götschen und Jenner. Wir könnten keinen Nachwuchs mehr dort hinschicken. Auch hätte es negative Auswirkungen auf Skispringen, Langlaufen und Biathlon. Grundstock für diese Sportarten ist das alpine Skifahren«, sagte Schweiger.

Laut Förderverein sind jetzt alle Unentschlossenen aufgefordert, die Initiative zu ergreifen und dem Verein beizutreten. Jeder, der dem Verein beitrete, sei auf der Gewinnerseite. Gewinner deswegen, weil man dem Nachwuchs eine Chance geben und die touristische Infrastruktur attraktiv erhalten würde. shu