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Neue Beschilderung im Drei-Seen-Gebiet

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Viele Informationen bekommen die Besucher anhand der neu aufgestellten Schilder im Drei-Seen-Gebiet bei Reit im Winkl. Unser  Bild  zeigt  (von links)  Landrat Siegfried Walch, den Ruhpoldinger Bürgermeister Claus Pichler, den Reit im Winkler Bürgermeister Josef Heigenhauser und die Naturschutzfachkraft Gertrud Vogel. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – »Der Landkreis Traunstein wird sich weiter für seine Naturschutzgebiete und wertvollen Landschaftsräume einsetzen.« Diese Feststellung traf Landrat Siegfried Walch bei einer Zusammenkunft am Weitsee mit seinen Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt und der ehrenamtlichen Naturschutzwacht, mit den Vertretern des Forstbetriebs Ruhpolding als Grundstücksbesitzer, den Bürgermeistern der Gemeinden Reit im Winkl und Ruhpolding sowie dem Planer. Konkret ging es um die Vorstellung der neu aufgestellten Beschilderung als Ergänzung des bestehenden Besucherlenkungskonzepts im Drei-Seen-Gebiet.


Interessante Einblicke in die Entstehung

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Erste Besucherlenkungsmaßnahmen am Weitsee, Mittersee und Lödensee seien bereits vor vielen Jahren mit der Ausweisung von Badeplätzen am Weitsee, der Einschränkung von Parkmöglichkeiten am Weitsee und dem Aufstellen von Holzbarrieren getroffen worden, informierte Landrat Siegfried Walch. »Die neu aufgestellte Beschilderung ergänzt nun das Besucherlenkungskonzept.« Es sei wichtig, »dass unsere schönsten Landschaftsausschnitte nicht nur zugänglich, sondern wirklich erlebbar gemacht werden.« Deswegen sei hier am Weitsee eine zeitgemäße und sehr ansprechende Beschilderung geschaffen worden, die dem Besucher interessante Einblicke in die Entstehung, die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Nutzung des Ökosystems eröffne.

Einen besonderen Dank richtete der Landrat an den Forstbetrieb Ruhpolding als Grundstücksbesitzer, an diesem Tag vertreten durch seinen Leiter Paul Höglmüller, der die handwerklich aufwändigen Holzrahmen für die fünf großen Übersichtsschilder zur Verfügung gestellt habe. Weiter bedankte er sich bei den ebenfalls anwesenden Bürgermeistern von Reit im Winkl und Ruhpolding, Josef Heigenhauser und Claus Pichler, für den Abbau der alten und die laufende Wartung der neuen Schilder durch deren Gemeinden.

Lobend erwähnte Walch auch den Planer Daniel Kufner, der mit seiner Art der Schildergestaltung die Attraktivität und die Schutzwürdigkeit des Gebiets hervorragend vermittle. Und nicht zuletzt galt sein Dank den ehrenamtlichen Naturschutzwächtern, die die schwierige Aufgabe übernehmen würden, die Besucher über die getroffenen Besucherlenkungsmaßnahmen zu informieren und auf die Einhaltung der erforderlichen Regelungen zu achten.

Die Naturschutzfachkraft Gertrud Vogel vom Landratsamt Traunstein erläuterte bei einem Rundgang die aufgestellten Schilder. Diese würden die Besucher darüber informieren, »was wo und warum möglich ist«.

Starker Besucherdruck am Weitsee

»Vielfältige natürliche oder naturnahe Vegetationstypen siedeln rings um den Weitsee und geben einer spezialisierten Tierwelt Heimstätte«, so die weiteren Ausführungen von Gertrud Vogel. Es habe sich hier eine ganze Reihe seltener Tierarten aus der Gruppe der Schmetterlinge, der Libellen, der Reptilien, der Amphibien und der Vögel eingefunden. Die Uferbereiche am Weitsee seien einem besonders starken Besucherdruck ausgesetzt. Als Folge hiervon seien Schäden an der Vegetation entstanden, und der Lebensraum seltener Tiere sei gestört worden, wie zum Beispiel der Flussuferläufer, eine vom Aussterben bedrohte Vogelart.

Die anwesenden ehrenamtlichen Naturschutzwächter berichteten von ihrer Arbeit, die darin besteht, sowohl die Einhaltung der Ruhe- und Schutzzonen zu beobachten und zu regeln, als auch für Fragen zur Verfügung zu stehen. Ihr besonderer Wunsch war es, dass die Bevölkerung über die Befolgung der in diesem Gebiet für den Naturschutz erforderlichen Regeln aufgeklärt wird. Alle Anwesenden waren sich darüber einig, dass am Weitsee sowohl Badegäste als auch die empfindliche Tier- und Pflanzenwelt Platz finden, wenn die Natur ausreichend respektiert wird. sh