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Neue Beleuchtung: Im Frühjahr soll damit begonnen werden

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Taching am See. Die veraltete Straßenbeleuchtung war Thema bei der Bürgerversammlung im Tachinger Gasthaus Bergwirt. In ihrem Rechenschaftsbericht gab Bürgermeisterin Ursula Haas bekannt, dass der Gemeinderat beschlossen hat, die Beleuchtung vollständig zu erneuern. »Erneuern heißt in diesem Fall, dass die Straßenleuchten umgerüstet und komplett mit energiesparenden LED-Lampen ausgestattet werden« , sagte sie. Die Masten könne man überwiegend weiter verwenden. Wo es nötig sei, ersetze man auch die Standleuchtmasten. Zudem wolle man noch zusätzliche Leuchten aufstellen.


Gesamte Maßnahme kostet 83 000 Euro

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Die gesamte Maßnahme, mit der die Kommune 69 Prozent des bisherigen Stromverbrauchs der Straßenbeleuchtung jährlich sparen könne, verursache Gesamtkosten von rund 83 000 Euro; nach Abzug der Förderung verbleibt der Gemeinde ein Betrag in Höhe von 63 000 Euro. Die Stromeinsparung werde im Laufe der Jahre noch zunehmen, »da die Strompreise wohl eher nach oben tendieren«, schätzte Haas.

Ein weiterer Vorteil, den das neue Beleuchtungssystem mit sich bringe, sei, dass die energiesparenden Lampen dimmbar und einzelne von ihnen dann auch aus- oder zuschaltbar sind. Mit dem Umrüsten beginne man im Frühjahr. »Mit dieser Maßnahme, also mit der kompletten Erneuerung und Umstellung auf LED, sind wir Tachinger im Landkreis führend«, freute sich Haas.

Positiv bewertete Haas das baureife Baugebiet Tachinger Feld. Sie sehe es positiv, dass man erstmals ein gemeindliches Baugebiet im Ortsteil von Taching ausweisen konnte. Zwölf Bauparzellen für Wohnhäuser im Einheimischen-Modell soll es auch im Tenglinger Gebiet »Thalwies« geben. Aktuell erarbeitet das Freilassinger Ingenieurbüro Magg den Entwurf eines Bebauungsplanes für diesen Standort. Die Bürgermeisterin zeigte sich zuversichtlich, die Bauleitplanung erfolgreich abzuschließen und die Grundstücke ab 2014 zum Verkauf anzubieten.

Ein Thema, das den Bürgern in Tengling und Taching auf den Nägeln brenne, sei die Verkehrszunahme nach der Eröffnung der Nordostumfahrung Traunstein. Da die Gemeinde bei der Staatsstraße 2105 nur ein Vorsprache- und kein Mitspracherecht habe, bringe sie die Interessen der Gemeindebürger bei den zuständigen Behörden immer wieder vor, um punktuelle Verbesserungen zu erzielen. Im Frühjahr werde eine weitere Verkehrszählung vorgenommen. Sobald die neuesten Zahlen vorlägen, berufe sie eine Versammlung für die Bürger ein, »um umsetzbare Vorschläge zu erarbeiten, die an das Staatliche Bauamt weitergereicht werden«.

Haas freute sich, dass die örtlichen Gäste- und Übernachtungszahlen bei Privatvermietern leicht angestiegen sind. Ein besonders starkes Plus gab es auf dem Campingplatz: fast 36 Prozent mehr Gäste und rund 26 Prozent mehr an Übernachtungen. Die beiden Sprungtürme in Taching und Tengling baue man neu und die dazugehörigen Plattformen im See ertüchtige man nun so, »dass sie den Sicherheitsanforderungen absolut genügen«. Dies koste circa 28 000 Euro. Wieder verpachtet habe die Kommune den Bootsverleih im Strandbad Tengling, sagte Haas. Auch der Bauhof war ein Thema. Obwohl es Überlegungen über eine Eingliederung des Bauhofes nach Waging gab, entschied sich Taching für die Beibehaltung des Betriebes im Ort.

Über die soziale Arbeit berichtete Haas, dass man das Bürgertaxi in Anspruch nehmen könne und dass der Sozialfonds dank großzügiger Spenden Geld an Bürger vergeben kann, die unverschuldet in Not gerieten. Bei der Bürgerhilfe engagiere sich eine beachtliche Zahl an ehrenamtlich tätigen Frauen. Die Bürgermeisterin erinnerte zudem daran, dass die Behindertenbeauftragte Anneliese Streitwieser Sprechstunden hält. Seit dem vergangenen Jahr hat man mit Renate Gaderer auch eine Familienbeauftragte in der Gemeinde.

Aktion »Saubere Gemeinde« soll auch heuer stattfinden

Ein besonders Ereignis mit kommunaler Beteiligung sei im vorigen Jahr unter anderem die Aktion »Saubere Gemeinde« gewesen. Diese will man heuer wiederholen. Von großer Bedeutung für die Grundversorgung des Ortes sei der Dorfladen in Tengling, der weitergeführt werde.

Kämmerer Bernhard Kraus stellte den kommunalen Haushalt vor. »Die Verschuldung ist stark zurückgeführt worden«, sagte Kraus, der die aktuelle finanzielle Lage der Gemeinde als solide bezeichnete. Laut Kraus betrug die Pro-Kopf-Verschuldung 231 Euro. Geld aus dem Rücklagenpolster wolle die Kommune dazu verwenden, um das Sanitärgebäude am Strandbad Taching zu renovieren. In diesem Jahr soll die Planung für den Neubau erstellt werden. ca