weather-image
26°

Neubaugebiet in Neukirchen wird erweitert

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Die Bauarbeiten im Baugebiet Oberwurzen II schreiten zügig voran. Alle Grundstücke sind inzwischen vergeben. Nun soll das Baugebiet erweitert werden. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf. Die Nachfrage nach Bauland ist in der Gemeinde Teisendorf enorm groß: Wie Bürgermeister Thomas Gasser im Gemeinderat berichtete, wurden im Baugebiet Oberwurzen II in Neukirchen in elf Monaten alle 27 Grundstücke des ersten Bauabschnittes verkauft. Derzeit verfüge der Markt Teisendorf über keinerlei Baugrund zur Vergabe an Einheimische oder im freien Verkauf. Daher beschloss der Gemeinderat nun einstimmig den von der Verwaltung vorgeschlagenen Zeitplan zur Erschließung des zweiten Bauabschnittes.


Laut Beschlussvorlage steige die Zahl der Anfragen sowohl von Einheimischen als auch von Auswärtigen, wann mit der Erschließung des zweiten Bauabschnitts begonnen werde und wann die nächsten Grundstücke vergeben werden. Die Festlegung des Zeitplanes bringe den Bauwilligen mehr Planungssicherheit. Erschlossen werden nun weitere 14 Baugrundstücke, davon zwei für Doppelhäuser.

Anzeige

Die Verwaltung hat folgenden Zeitplan angeregt: Anfang nächsten Jahres sollen Erschließungskosten von 417 000 Euro in den Haushalt aufgenommen werden. Im April sollen die Erschließungsarbeiten beginnen und Anfang 2016 werden die ersten Grundstücke vergeben. Im Frühjahr 2016 rechnet die Gemeinde dann mit den ersten Baumaßnahmen der neuen Eigentümer. Für die Planung wurde bereits im August 2013 ein Ingenieurvertrag mit dem Büro Dippold und Gerold für die ersten beiden Bauabschnitte abgeschlossen.

Das Thema hatte bereits der Bauausschuss erörtert. Markus Putzhammer (CSU) begrüßte es, dass die Baumaßnahmen noch diesen Herbst für das ganze Jahr 2015 ausgeschrieben werden können, um ein größeres Zeitfenster zu haben und damit bessere Preise erzielen zu können. Dem schloss sich CSU-Fraktionssprecher Alois Stadler an und regte an, das weit gefasste Teisendorfer Einheimischenmodell, das auch Bürger aus Nachbargemeinden zulässt, nochmal in den Fraktionen zu beraten.

»Das Neubaugebiet entwickelt sich hervorragend«, zeigte sich FWG-Sprecher Peter Schuhbeck erfreut. Mit seiner Häuservielfalt sei es »auf jeden Fall eine Bereicherung«. Er plädierte für eine zügige Erschließung. Die Finanzierungsbedingungen seien zurzeit gut und der Bedarf sei da. Das Teisendorfer Einheimischenmodell sei vorbildlich. Über die Verkaufspreise sollte man sich nach Ansicht von Schuhbeck noch einmal unterhalten.

Rupert Helminger (CSU) schlug vor, noch mehr Häuser auf die Fläche zu bringen, zum Beispiel durch kleinere Grundstücke. Gasser erläuterte, man habe bereits im ersten Bauabschnitt versucht, diesen Gedanken zu berücksichtigen. Er versprach, dieses Thema weiter zu verfolgen.

Edwin Hertlein (Grüne) nannte es eine »durchaus charmante Idee«, diesmal bei der Vergabe einen Schwerpunkt auf Einheimische zu legen. Das Teisendorfer Einheimischenmodell werde die europäische Rechtssprechung überleben, zeigte er sich zuversichtlich.

Den Bau eines Heizkraftwerkes für das Neubaugebiet regte Thomas Prechtl (CSU) an. Laut Bürgermeister wurde dieses Thema bereits geprüft. Die neuen Häuser seien alle so gut isoliert, dass wenig Heizwärme nötig ist. Viele Bauwerber wollten auch eine eigene Heizung errichten. Besonders schwierig umsetzbar sei ein Heizkraftwerk bei einer Planung in Etappen. Wie Bauamtsleiter Peter Steinmaßl ergänzte, würde sich das Heizkraftwerk in der St.-Anna-Siedlung ohne den Großverbraucher, das Haus Chiemgau, nicht rechnen. vm