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Neubau des Kindergartens sorgt für Unmut

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Siegsdorf. Bürgermeister Thomas Kamm stellte in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Vorentwürfe zum Neubau des Kindergartens Sankt Marien vor. Vorab gab es Überlegungen, ob eine Sanierung des bestehenden Gebäudetraktes favorisiert wird. Doch aus Kostengründen – eine Sanierung wurde mit rund 2,7 Millionen Euro veranschlagt, ein Neubau mit rund 3 Millionen Euro – wurde eine Sanierung verworfen. Drei verschiedene Varianten für einen Neubau kamen in die engere Wahl.


Bei Variante 1 handelt es sich um einen bogenförmigen Baukörper unter Ausnutzung des vorhandenen Grundstücks. Die einzelnen Gruppenräume sind dabei voneinander abgesetzt, jedoch durch ein gemeinsames Dach miteinander verbunden.

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Ein weiterer Vorschlag zielt darauf ab, dass die Gruppenräume baulich aneinandergebunden sind. Der Baukörper ist ebenfalls bogenförmig in das Grundstück integriert und durch ein gemeinsames Dach miteinander verbunden.

»Warum muss man immer so außergewöhnlich bauen?«

Und in der dritten Planung ist das Gebäude zweistöckig. Der Komplex wird hier in eckiger Form in das Grundstück integriert. Durch die zweistöckige Bauweise kann es allerdings Probleme hinsichtlich des Brandschutzes geben.

In einer Planungsrunde mit Vertretern des Pfarramts, des Ordinariats, des Architekten und mit Bürgermeister Thomas Kamm kam man zur Entscheidung, die Variante 1 weiter zu verfolgen und hier eine detailliertere Planung zu erstellen mit einer entsprechenden Kostenschätzung. Dies wurde auch dem Gemeinderat so vorgestellt, was jedoch zu heftigen Diskussionen führte.

Stefan Eisenbichler (UW) nannte den Vorschlag des Architekten ein komisches Bauwerk: »Warum muss man immer so außergewöhnlich bauen? Eine normale, gewöhnliche Baumaßnahme macht mehr Sinn und ist vor allem viel billiger.« Thomas Maier (CSU) wollte auch keinen Gefallen an der Planung finden: »Unterschiedliche Dachflächen bringen immer große Probleme und dadurch entstehen auch hohe Folgekosten.« Außerdem wollte er wissen, wer das bezahlen soll. Kamm antwortete darauf, dass ein Drittel die Kirchenverwaltung zahlt und zwei Drittel auf die Gemeinde zukommen. Die Zuschüsse, deren Höhe jedoch noch nicht feststehen, erhält die Gemeinde. Bauträger ist das Ordinariat, das somit letztlich auch die Entscheidung hat. Dies stieß den Räten besonders arg auf.

»Immer Probleme mit der Kirchenverwaltung«

Dr. Lothar Seissiger (UW) sprach gar davon, sich nicht von der Kirchenverwaltung erpressen zu lassen. »Wir haben als Gemeinde das Grundstück erworben, sollen 66 Prozent der Kosten tragen und haben dann kein Mitspracherecht bei der Ausführung. Seit 24 Jahren bin ich nun im Gemeinderat und immer haben wir Probleme mit der Kirchenverwaltung«, so der Sprecher der UW.

Einhellig war auch die Meinung, dass ein runder Bau erhebliche Mehrkosten mit sich bringt und eine einfache Bauweise bevorzugt werden soll. Es wurde angeregt, eine Kostenschätzung für alle drei Varianten zu erstellen und anschließend dem Gemeinderat zur Entscheidung vorzulegen. Bürgermeister Kamm wird die im Gemeinderat vertretene Position in den nächsten Gesprächen den Vertretern der Kirchenverwaltung und des Ordinariats deutlich zu machen und versuchen, eine gemeinsame Lösung zu finden.

Die Gemeindeverbindungsstraße »Hammernock« wurde zu einer Ortsstraße abgestuft. Sie liegt auf einer Länge von 360 Metern im Geltungsbereich des Bebauungsplanes »Hammerfeld« und hat seit Bestehen des Bebauungsplanes die Verkehrsbedeutung einer Ortsstraße. Die abzustufende Strecke beginnt am westlichen Ende des Grundstücks Fl.Nr. 282/1 der Gemeinde Hammer und endet mit der Einmündung in die B 306.

Die Erschließungsarbeiten »südliches Höpflinger Feld« wurden vergeben. Ein Leistungsverzeichnis für die Tiefbauarbeiten wurde erarbeitet und unter neun Angeboten erhielt die Fa. Max Streicher GmbH & Co.KG als günstigster Bieter den Zuschlag. hw