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Netten Schuljahrgang verabschiedet

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Mit einer Schulabschlussfeier verabschiedete das Sonderpädagogische Förderzentrum Traunstein einen Schuljahrgang. Unser Foto zeigt in der vorderen Reihe von links Martina Gelner (Wonneberg), Felix Ecke (Ruhpolding), Vanessa Buchner (Grabenstätt), Julia Weigl (Ruhpolding) und die kommissarische Schulleiterin Elisabeth Schmid; in der hinteren Reihe von links den Landtagsabgeordneten Klaus Steiner, Shalin Untermeierhofer (Grabenstätt), Nick Flunger (Waging), Bryan Bevc (Fridolfing) und Klassenlehrer Wolfgang Schwingenheuer. (Foto: Buthke)

Traunstein. Mit einer Schulabschlussfeier, die von Schülern mit Gesang und Tanz gestaltet wurde, entließ das Sonderpädagogische Förderzentrum Traunstein neun Schüler aus dem Schulalltag. Acht von ihnen schlossen die Schulausbildung sogar mit der Mittleren Reife ab. »Dieser Moment erfüllt uns mit Stolz darüber, was aus ihnen geworden ist, aber auch mit Wehmut, weil sie sich von der Schule verabschie-den«, sagte die kommissarische Schulleiterin Elisabeth Schmid. Der letzte Schultag sei auch ein ganz besonderer Moment für die Eltern und Lehrer.


Es sei ein netter und problemloser Jahrgang, der sich in die Schule eingebracht habe. Es sei schade, dass sie nun die Schule verlassen müssten, denn auch den anderen Schülern würden sie fehlen. »Wir werden euch vermissen«, sagte Schmid. Aber dies sei ein Tag, an dem man nicht nur zurück, sondern auch nach vorne blicke. Sie müssten sich in einer neuen Umgebung im Berufs- und Arbeitsleben zurecht finden oder würden zu Hause ausziehen und später eine Familie gründen. »Ihr schafft alles, was ihr selber möchtet«, machte die kommissarische Schulleiterin ihnen Mut. Das notwendige Rüstzeug dafür hätten ihnen die Lehrer mitgegeben. Sie seien daher auf die kommenden Aufgaben gut vorbereitet.

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Seine Verbundenheit zum Sonderpädagogischen Förderzentrum drückte der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner aus, der im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags für die Förderschulen zuständig ist. Die Förderschulen seien im Schulsystem eine wichtige Säule und ebenso wie die Gymnasien ein »Flaggschiff«. »Bildung ist sehr vielfältig. Das zeigt, wie wichtig es ist, individuell zu fördern«, betonte Steiner. In-klusion heiße daher nicht gleichzeitig Auflösung der Förderschulen und alle in die Regelschulen zu schicken.

Den Abschlussschülern sprach er seinen Respekt und seine Wertschätzung für den »bärigen Schulabschluss« aus. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Akademisierung unterstrich er: »Wir brauchen euch, weil der Mittelstand euch braucht, der die tragende Säule für den Wohlstand und die soziale Gerechtigkeit ist.« Sie hätten alle Chancen. Sie müssten sie nur in die Hand nehmen. »Als Vertreter dieser Schulart im Bayerischen Landtag bin ich stolz auf euch«, erklärte er.

Nach einem holprigen Start habe man sich im Laufe der Zeit zusammengerauft und gut verstanden, bestätigte Klassen-lehrer Wolfgang Schwingenheuer. Aber Reibereien gehörten in diesem Alter dazu. Es sei erfreulich, wie seine Schüler sich entwickelt hätten, nachdem die Stolpersteine aus dem Weg geräumt worden seien. Heute seien sie keine Kinder mehr, sondern junge Erwachsene, die ihre Ziele konsequent verfolgten. Acht von ihnen hätten mit viel Einsatz auf den Mittlere-Reife-Abschluss hingearbeitet. Bjr