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Nahwärmekonzept für Bergen

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Bergen – Einvernehmlich hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für die Umsetzung eines Nahwärmekonzepts in Bergen ausgesprochen. Geplant ist, dass die Räte eine Informationsfahrt nach Rimsting und Grabenstätt unternehmen, da die beiden Gemeinden das Konzept bereits realisiert haben. Als nächsten Schritt kündigte Bürgermeister Stefan Schneider Gespräche mit möglichen Betreibern, Hackschnitzel-Lieferanten, an. Auch seien in absehbarer Zeit Wärmelieferverträge mit Hauseigentümern geplant.


Schneider hält eine Realisierung des Nahwärmekonzepts im Winter 2017/18 für möglich. Er informierte außerdem darüber, dass jeder betroffene Haushalt eine eigene Kostenkalkulation erhalten werde. Hackschnitzel seien mit elf Cent pro Kilowattstunde am günstigsten. Hans-Jörg Schürf (ÜW) vertrat die Meinung, dass Gas besonders kostengünstig sei.

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Evelyn Liedl vom gemeindlichen Personalamt informierte das Gremium über die personelle Situation an der Kasse des örtlichen Freibads und ging als mögliche Alternative auf die Aufstellung eines Kassenautomaten ein. Sie sagte, es ist sehr schwer Kassenkräfte für das Schwimmbad zu bekommen, zumal diese je nach Wetterlage auch abrufbereit sein müssen.

Der Geschäftsleiter der Gemeinde, Andreas Schultes, teilte mit, dass ein Kassenautomat, der zahlreiche Eintrittsarten beinhalten müsste, viel Elektronik benötige. Er müsste zudem mit einem Drehkreuz ausgerüstet sein. Ein solcher Automat könnte darum bis zu 25 000 Euro kosten.

Herbert Berger (ÜW) hält einen Kompromiss Automat und Kassenkraft für möglich und Sabine Babl (Grüne) wollte wissen, wenn es nur einen Kassenautomaten gebe, wie dann bei Störungen vorgegangen werde. Anton Wimmer (CSU) verwies auf mögliche künftige Personalprobleme in der Sache Weiterführung des Kiosks im Schwimmbad wie auch mit der Reinigungsstelle, die eventuell 2017 neu besetzt werden müsste.

Der Gemeinderat einigte sich darauf, das Problem Kassenkräfte oder Aufstellung eines Kassenautomaten bei der Klausurbesprechung für den Haushalt 2017 erneut ausführlich zu diskutieren und je nach Finanzlage dann zu einer Entscheidung zu kommen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Antrag der Kirchenstiftung St. Ägidius auf gemeindliche Übernahme des Defizits aus dem Haushaltsjahr 2014/15 des katholischen Kindergartens. Dieses beträgt 24 400 Euro. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag einvernehmlich zu.

Grünes Licht gab es auch für einen Bauantrag zur Errichtung eines Jungviehlaufstalls mit Auslauf am bestehenden Milchviehstall auf einem Grundstück an der Auer Straße wie auch für einen Antrag zum Anbau eines Wintergartens an ein Anwesen an der Akeleistraße.

Sein Einverständnis erteilte der Gemeinderat auch für einen Antrag auf Vorbescheid zur Nutzungsänderung und Umbau einer Garage mit Schafstall und Heulager in Wohnräume im Ortsteil Oed. Das Gremium stellte dabei fest, dass öffentliche Belange nicht beeinträchtigt werden. Und ebenfalls Zustimmung gab für einen Tekturantrag zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Garage auf einem Grundstück in Dorfbreiten.

Bei Wünsche und Anträge erwähnte Albert List (SPD) den schlechten Zustand des Bodens beim örtlichen Wertstoffhof. Er sagte, dass die Aufkiesung nicht mehr herhalte; darum wäre eine Teerung des Platzes wohl die beste Lösung. Der Gemeinderat wird dies bei der Aufstellung des Haushalts 2017 zur Sprache bringen. OH

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