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Nahwärme soll ausgebaut werden

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Waging am See. Bei der jüngsten Bauausschusssitzung im Waginger Rathaus ist eine Fülle an interessanten und weitreichenden Themen vorbesprochen und zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet worden. Vor allem ging es um eine Ertüchtigung beziehungsweise Vergrößerung der gemeindlichen Heizzentralen in Tettenhausen und in Waging, hier konkret für die Heizung der geplanten neuen Turnhalle.


Die Heizzentrale in Tettenhausen, hauptsächlich über Hackschnitzel betrieben, ist in die Jahre gekommen, und vor allem besteht im Ort schon seit Längerem der Wunsch nach einem Anschluss weiterer Häuser. Planer Anton Stadler aus Traunstein stellte der Gemeinde einige Alternativen vor, die von der Ertüchtigung der jetzigen Anlage bis hin zu einem deutlichen Ausbau der Kapazität reichten – und damit von einem Kostenaufwand von knapp 500 000 bis 1,66 Millionen Euro. Nun will die Gemeinde ihrerseits noch genauere Ermittlungen anstellen.

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Eine klare Sache war dagegen die Erweiterung der Heizzentrale der Waginger Schulen. Hier will man das bestehende Blockheizkraftwerk erneuern und deutlich vergrößern, um auch die neue Turnhalle – eventuell zusätzlich auch noch die Tourist-Info – mitheizen zu können. Hier halten sich die Kosten in einem überschaubareren Rahmen: Inklusive des Leitungsbaus hat Projektant Stadler dafür eine Kostenschätzung von rund 170 000 Euro in den Raum gestellt.

Bergader will Flotationsanlage errichten

Der Anstieg der Bevölkerungszahl und zunehmende Produktion der Privatkäserei Bergader haben die zentrale Waginger-See-Kläranlage an den Rand ihrer Kapazität gebracht. Nachdem ein Planungsbüro verschiedene Varianten für eine Verstärkung der Kläranlage aufgezeigt hatte, favorisiert die Gemeinde jetzt den Bau einer sogenannten Flotationsanlage auf dem Grundstück bei Fisching, auf dem einst die alte Waginger Kläranlage gestanden war. Gebaut werden soll die möglicherweise bis zu drei Millionen Euro teure Anlage von der Firma Bergader. Deren Abwässer sollen nämlich hier vorgereinigt werden, um die Kläranlage zu entlasten. Die Gemeinde würde die Anlage dann übernehmen und weiter betreiben.

Anhand einer vom Planungsbüro Kleißl gezeichneten Skizze wurde den Ausschussmitgliedern eine mögliche Bebauung des ehemaligen Leebmann-Grundstücks an der Bahnhofstraße aufgezeigt. Acht Häuser stehen hier auf dem Plan, sechs davon sollen im Wesentlichen Wohnungen aufnehmen, zwei weitere, an der Bahnhofstraße gelegen, eher Büros und Geschäfte. Insgesamt war die Rede von 63 Wohnungen; zum Gesamtkonzept gehören auch eine neue Erschließungsstraße neben dem Höllenbach und eine Tiefgarage.

Auch für eine mögliche Bebauung auf dem sogenannten Hofbauer-Grundstück zwischen Wilhelm-Scharnow- und Ludwig-Felber-Straße in Waging wurden einige Bebauungsvarianten vorgelegt, eingereicht von verschiedenen Planungsbüros. Der Gemeinde geht es jetzt darum, ein Plankonzept zu erstellen, weil im Herbst die bereits einmal verlängerte Veränderungssperre ausläuft. In nicht-öffentlicher Sitzung wurde ein Planungsbüro mit der Erstellung eines Konzepts beauftragt, damit die Gemeinde hier auch in Zukunft, wie es hieß, »die Hand drauf hat«, wenn eine erneute konkrete Bauanfrage kommt.

Anbau für das Ottinger Feuerwehrhaus

Keine große Sache war der Beschluss, am Feuerwehrhaus Otting einen Anbau zu erstellen und in Oberleiten die Straßenentwässerung zu verbessern. Der knapp vier mal acht Meter große Anbau an der Ostseite des Feuerwehrhauses soll Platz bieten für eine ganze Reihe zusätzlicher Spinde, da sich laut Bürgermeister Herbert Häusl der Personalstand der Feuerwehr deutlich erhöht habe. 24 000 Euro soll die Maßnahme kosten, hauptsächlich für Baumaterial, da die Feuerwehrler das meiste in Eigenleistung bauen wollen.

Der Waginger Bautechniker Franz Fenninger stellte schließlich noch seine Planung vor, um künftig bei Starkregen Überschwemmungen in Oberleiten zu verhindern. Ein dafür notwendiger, 70 Meter langer Ausbau der Straße mit einer Drehung des Gefälles, verschiedene Ableitungen und ein Schlammfang, insgesamt rund 32 700 Euro teuer, sollen die Situation deutlich verbessern. Die Gemeinde erhofft sich zu der Maßnahme einen Zuschuss von 80 Prozent, sodass nur mehr rund 6500 Euro übrig bleiben würden.

Und ganz zum Schluss wurde noch über Lärmschutzwände gesprochen. Hier bezuschusst die Gemeinde private Schallschutzmaßnahmen in der Höhe, wie sie vergangenes Jahr für die große Lärmschutzwand entlang der Staatsstraße entstanden sind. Daraus ergibt sich für Anträge, die zwischenzeitlich noch eingegangen sind, ein Betrag von bis zu 600 Euro pro laufenden Meter als Höchstgrenze. he