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Nahrung für Bienen und andere Insekten

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BBV-Geschäftsführer Reinhard Lampoltshammer und die beiden Kreisobmänner Sepp Freiwang und Sebastian Siglreithmayer (von links) freuen sich über die blühenden Randstreifen entlang der Maisfelder. (Foto: Mix)

Traunreut. Rund um viele Maisfelder blüht es derzeit in den unterschiedlichsten Farben. Unter dem Motto »Blühende Rahmen« haben Landwirte neben dem Mais Streifen angelegt, auf denen viele verschiedene Blumensorten den ganzen Sommer über wachsen. Gründe für diese bayernweite Initiative des Bayerischen Bauernverbandes sind unter anderem die Schaffung von Nahrung für Bienen und andere Insekten sowie von Unterschlupfmöglichkeiten für Wildtiere.


Allein im Landkreis Traunstein hat Sepp Freiwang, stellvertretender Kreisobmann, heuer insgesamt fünf Kilometer Blühstreifen gesät. Das Saatgut enthielt unter anderem Koriander, Malven, Fenchel, bläulich blühenden Lein, Ringelblumen, Sonnenblumen und vieles mehr, das nun nach und nach zu blühen beginnt. »Mit den Blühstreifen schaffen wir Weideflächen für Bienen und andere Wildtiere. Das ist gut für die Umwelt und bereichert die Landschaft«, ist sich Kreisobmann Sebastian Siglreithmayer sicher. Auch die Imker begrüßen die Aktion des Bauernverbandes sehr, da die Nahrung für die Bienen in den letzten Jahren immer knapper wurde. Mit den blühenden Randstreifen entlang der Felder wird nun wieder ein vielfältiges Nahrungsangebot für Bienen und andere Insekten geschaffen.

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Die Initiative »Blühende Rahmen« ist für die teilnehmenden Landwirte ein freiwilliger Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt und sorgt als besonderer Blickfang auch für bunte Akzente in der Feldflur. Jeder teilnehmende Bauer trägt die Kosten für das Saatgut selber und nimmt auf dieser Fläche, die nicht mit Mais bebaut wird, den Ertragsausfall in Kauf.

Kreisobmann Sebastian Siglreithmayer und BBV-Geschäftsführer Reinhard Lampoltshammer verweisen bei der Gelegenheit auf die Bedeutung des Maisanbaues: »Der Anbau von Mais ist umweltverträglich und ergiebig zugleich. Ein Hektar reicht aus, um fünf Kühe oder 35 Schweine zu füttern.« Gleichzeitig stecke in einem Hektar Mais genügend Energie, um fünf Haushalte ein ganzes Jahr mit Strom zu versorgen und ein Maisacker von der Größe eines Fußballfeldes binde im Jahr so viel Kohlendioxid, wie acht Autos ausstoßen.

Bereits im vergangenen Jahr haben bayerische Bauern über 250 Kilometer Blühstreifen entlang ihrer Felder angesät und die vielen positiven Rückmeldungen von Radfahrern und Spaziergängern aus dem vergangenen Sommer haben gezeigt: der Einsatz lohnt sich. mix