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Nachwuchsensemble feierte großartige Premiere

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Emely Walch als Hebamme und Schorschi Krutzenbichler als Schmied überzeugten in dieser Szene.

Grabenstätt – Eine umjubelte Premierenvorstellung feierte die »Junge Chiemseer Bühne Grabenstätt« mit ihrem neuen Theaterstück »Birnbaum und Hollerstauden« in der Grabenstätter Theater-Strickerei.


Das Publikum war von Anfang an hin und weg von den darstellerischen und musikalischen Darbietungen und an Szenenapplaus wurde nicht gespart.

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Besonders großen Anklang fand die Winterszene, die mit einem rauschenden Schlussapplaus belohnt wurde, der gar nicht enden wollte. Die positive Rückmeldung der Besucher schien die Nachwuchsdarsteller zusätzlich zu beflügeln und trieb sie zu wahren Höchstleistungen. Ihrem Regisseur Gerhard Brusche, der als Teufel selbst auf der Bühne stand, gelang es mit seinen Schützlingen das blühende Leben, die Schwierigkeiten und den tieferen Sinn des irdischen Daseins sowie die Erkenntnis der eigenen Endlichkeit überzeugend, aber auch immer wieder mit einem Augenzwinkern auf die Bühne zu bringen.

Beim gekonnten Jonglieren mit den Urängsten und den Wunschdenken der Menschen wurden die Zuschauer immer wieder zum Nachdenken inspiriert. Zum Publikumsliebling avancierte Hauptdarsteller Schorschi Krutzenbichler, der als Schmied das Spiel sozusagen auf seinen starken Schultern trug und einmal mehr mit seiner Bühnenpräsenz bestach. Tatkräftig unterstützt wurde er von seiner Frau, der Schmiedin, großartig gespielt von Lena Brandl. Lokalmatador Simon Jendrischewski überzeugte in der Rolle des allseits gefürchteten Todes, dem er aber ein gutes Maß an Menschlichkeit einhauchte. Sein kongenialer Partner war der Teufel in Person von Regisseur Brusche, der in unnachahmlicher Weise mit dem Publikum spielte. In den weiteren Rollen glänzten Luca Botschek (Alter Schmied), Emely Walch (Alte Schmiedin und Hebamme), Franz Böhm (Müller), Christoph Brandl (Fremder), Leo Appelmann (Schmiedgeselle), Elisabeth Biller (Schmiedgeselle) sowie Colleen Landmann und Samia Rachel (Engel).

Musikalischer Leiter und Löffelschlaglehrer Simon Berger begleitete die vielen aussagekräftigen Liedtexte stimmig mit der diadonischen Ziach. An der Technik bestand Carina Kraus ihre Feuertaufe und um die Maske und die Frisuren kümmerte sich Sophia Biller.

Die Premiere sei kaum noch zu toppen, freute sich Projektleiterin Doris Biller. Wer das ambitionierte Nachwuchsensemble hautnah erleben möchte, dem bieten sich noch fünf Gelegenheiten, am Freitag und Samstag sowie am 7., 8. und 9.  April, jeweils um 19.30 Uhr in der Theater-Strickerei. Karten gibt es unter der Telefonnummer 08661/18 00 und 0176/28 37 37 33. mmü