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Nachdenkliche Worte beim Neujahrsempfang

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36 Jahre lang wirkte Karl Hartl (rechts) in der Kirchenverwaltung Seebruck mit. Im Rahmen des Neujahrsempfangs im Kloster Seeon, bei dem seine jahrzehntelange Arbeit gewürdigt wurde, stieß er mit Pfarrer Dr. Hans Huber auf das neue Jahr an. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck. Die Freude, Ereignisse wie Jubiläumsfeste auch im Gottesdienst auszudrücken, gehört in der Region zur christlichen Tradition. Offenbar finden bei Vereinsfesten aber immer weniger Menschen Zugang zum Gottesdienst. Pfarrer Dr. Hans Huber stimmen diese Beobachtungen nachdenklich. »Es stimmt mich traurig, beobachten zu müssen, dass sich bei Jubiläumsfesten vor allem junge Menschen vom Kirchenzug in Richtung Festzelt oder Gastwirtschaft entfernen«, sagte Huber beim Neujahrsempfang des Pfarrverbandes Seeon im Kloster Seeon.


Alle drei Kirchen sind gut hergerichtet

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Für Hans Huber stellt sich deshalb die Frage, warum viele keinen Zugang mehr zur klassischen Liturgie haben. Die Antwort, die Botschaft Jesu im 21.  Jahrhundert zu transportieren, könnte in seinen Augen in der Forderung nach neuen Formen liegen, denen sich die Kirche stellen müsse.

Lobend äußerte er sich über die von der Pfarrverbandsratsvorsitzenden Manuela Krall eingangs erwähnte »beispielhafte Zusammenarbeit eines jeden Einzelnen«. Alle drei Kirchen seien gut hergerichtet und in den Pfarrhäusern und kirchlichen Einrichtungen herrsche lebendiges Leben. Unter anderem erwähnte er die Renovierung des Truchtlachinger Pfarrheims und die derzeit laufenden Sanierungsmaßnahmen der Kirchenmauer in Truchtlaching. Vor dem Hintergrund der Seitens der Politik so hochgejubelten, positiven Perspektive des Freistaates Bayern und des ganzen Landes, appellierte Hans Huber gleichzeitig aber auch an das Verantwortungsbewusstsein. Dieser Reichtum verpflichte auch, verantwortungsvoll damit umzugehen.

Weiter teilte er mit, dass anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Kultur- und Bildungszentrums Kloster Seeon eine Ausstellung über den Heiligen Wolfgang geplant sei, die in Zusammenarbeit mit dem Europakloster Gut Aich in der Nähe von Wolfgangsee organisiert werde. Ebenso werde man sich mit dem Projekt »Friedwald« weiter auseinandersetzen. Wie berichtet, soll in der Gemeinde ein Naturfriedhof eingerichtet werden. Während der Gemeinderat das Projekt befürwortet, meldet die Kirche massive Bedenken an.

Seinen besonderen Dank richtete der Seelsorger des Pfarrverbandes Seeon an seine Kollegen der katholischen Kirche und evangelischen Kirchengemeinde, die ihrerseits von Vertretern Grüße übermitteln ließ. Den Neujahrsempfang nahm Hans Huber auch zum Anlass, verdiente Leute, die über viele Jahre im Pfarrgemeinde- und Kirchenverwaltungsgremium saßen und bei der Wahl im vergangenen November ausgeschieden sind, mit einer Urkunde zu ehren. Darunter Lorenz Daxenberger aus Seebruck und Franz Xaver Maier aus Truchtlaching sowie Karl Hartl, der 36 Jahre in der Kirchenverwaltung Seebruck tätig war, 12 Jahre davon als Kirchenpfleger.

Bürgermeister Konrad Glück überbrachte Grüße

Hartl wünschte dem Gremium seinerseits eine »Gute Hand« und er werde auch weiterhin mithelfen, »wenn irgendwas schmerzt«. Vorgestellt wurden auch die neuen Mitglieder. Bevor die geladenen Gäste bei Sekt und Häppchen das Gespräch untereinander suchten, übermittelte auch Bürgermeister Konrad Glück die besten Wünsche der Kommune. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von der »Seeoner Saitnmusi«. ga