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Nach zehn Jahren: Kindergartengebühren steigen

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Im Kindergarten St. Leonhard werden die Gebühren ab dem Kindergartenjahr 2017/2018 moderat ansteigen. (Foto: H. Eder)

Wonneberg – Der Wonneberger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Kindergartengebühren moderat erhöht. Die Gebühren steigen ab dem Kindergartenjahr 2017/2018 bei einer Betreuungszeit von vier bis fünf Stunden von 60 auf 70 Euro, bei fünf bis sechs Stunden von 72 auf 80 und bei sechs bis sieben Stunden von 84 auf 90 Euro. Das beschloss der Gemeinderat mit sieben zu fünf Stimmen. Die andere Alternative, vorgeschlagen von Albert Fenninger, wäre etwas höher gewesen: bei 70, 84 beziehungsweise 98 Euro. Das Spielgeld von monatlich fünf Euro je Kind wird es auch künftig geben. Für das zweite Kind einer Familie im Kindergarten sind künftig nur noch 50 Prozent zu zahlen.


Bürgermeister Martin Fenninger hatte eingangs festgestellt, dass in der Gemeinde zwar über eine Erhöhung der Kindergartengebühren immer wieder gesprochen worden sei. Letztlich aber seien die Gebühren seit zehn Jahren unverändert. Zudem lägen die Gebühren im Kindergarten St. Leonhard sowie deutlich unter dem Durchschnitt vergleichbarer Kindergärten. Dagegen seien, insbesondere durch den neuen Tarifvertrag für Erzieherpersonal, der seit Juli 2015 in Kraft sei, die Personalausgaben deutlich angestiegen, ebenso die Betriebsausgaben.

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So liege das Defizit bei über 70 000 Euro, wobei die Erhöhung bei den 45 Kindern nur 5000 Euro ausmache. Diese Mehreinnahmen würden, wie Kämmerer Bernhard Kraus anfügte, nicht einmal die Personalmehrkosten aufgrund der Tarifvertragsänderung abdecken. Es sei daher geboten, die Gebühren zu erhöhen, damit die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben nicht zu weit auseinanderklaffe. Auch der Bürgermeister meinte, die Gemeinde müsse zusehen, mit den Gebühren wieder ein wenig nachzukommen.

In der Diskussion zeichnete sich rasch grundsätzliche Zustimmung zu einer Erhöhung ab. Und es wurde unterstrichen, dass es vernünftiger gewesen sei, die Kindergartengebühren niedrig zu halten als – wie andere Gemeinden – Müllbeutel, Begrüßungsgeld oder Ähnliches auszugeben. Albert Fenninger schlug allerdings vor, bei den verschiedenen Buchungsstunden den Stundensatz von 14 Euro weiterzuführen: Wenn also fünf Stunden 70 Euro kosten, sollten sechs Stunden 84, sieben Stunden 98 Euro kosten. Dieser Vorschlag unterlag dann aber bei der Abstimmung.

Eine weitere Änderung, vorgeschlagen von zweitem Bürgermeister Peter Wolff, wurde dagegen einstimmig beschlossen. Für das zweite Kind gab es bisher eine Ermäßigung von zehn Euro, künftig muss für das zweite Kind nur noch die Hälfte bezahlt werden. Allerdings nur dann, wenn das erste Kind kein Vorschulkind ist; denn für die Vorschulkinder übernimmt der Staat die Kosten.

Dass die Änderungen erst ab dem Kindergartenjahr 2017/18 in Kraft treten, liegt daran, dass die Anmeldungen für das kommende Kindergartenjahr schon abgeschlossen sind und die Eltern von den bisherigen Gebühren ausgegangen sind. he