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Nach Verzögerungen: Lärmschutzwand wird jetzt gebaut

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Damit die Bäume entlang der Staatsstraße 2105 an der Strandbadsiedlung beim Bau der Lärmschutzwand nicht beschädigt werden, sind sie mit Brettern ummantelt worden. Am Montag sollen die Arbeiten losgehen. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Es hat aus ganz unterschiedlichen Gründen mehrere Anläufe gebraucht: Jetzt aber sieht es so aus, als sollte der Bau der Lärmschutzwand entlang der Strandbadsiedlung an der Staatsstraße 2105 in Waging losgehen. Franz Fenninger, Bautechniker der Marktgemeinde Waging am See, teilte mit, dass am Montag der Rammbagger anrücken werde. Er werde also damit beginnen, die rund 150 Steher in den Boden zu rammen.


Die Maßnahme, die maximal 340 000 Euro kosten soll, stand heuer unter keinem günstigen Stern. Zuerst hat es länger als erhofft gedauert, bis die notwendigen Genehmigungen eingetroffen sind. Dann sollte die Maßnahme auch nicht in der Ferienzeit stattfinden. Als es schließlich losgehen hätte sollen, hatte die Firma einen zusätzlichen Auftrag an Land gezogen, der – mit Zustimmung der Gemeinde Waging – eingeschoben wurde. Zuletzt war es dann das schlechte Wetter, das eine weitere Verschiebung nötig machte.

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Jetzt aber soll es soweit sein, hofft auch Fenninger. Der späte Beginn habe jetzt aber auch, wie er sagt, einen positiven Nebeneffekt: Es wird schneller gehen als ursprünglich geplant. Denn jetzt ist die Situation bei der beauftragten Firma so, dass die Arbeiten parallel durchgeführt werden. Das heißt, es werden der Rammmaschine zwei Tage Vorsprung gegeben und dann wird gleich mit dem Aufbauen der Stahlträger begonnen. Ein weiterer Vorteil liegt laut Fenninger auch darin, dass jetzt mit Sicherheit auf der Staatsstraße das geringste Verkehrsaufkommen des ganzen Jahres sei und dass somit die Behinderungen am geringsten sein dürften. Fenninger schätzt die Bauzeit auf vier Wochen. Dann muss der Rammbagger 115 Steher in den Boden gerammt haben – einen pro fünf Meter auf einer Strecke von insgesamt 575 Metern.

An diesen Stehern werden dann die aus Holz gefertigten Lärmschutzwände befestigt. Wo der Lärmschutz hinkommt, kann man schon seit Wochen erkennen: Alle Bäume in diesem Bereich entlang der Staatsstraße sind nämlich mit Brettern ummantelt. Das war eine Auflage des Staatlichen Bauamtes. Damit soll vermieden werden, dass die Bäume von Baumaschinen beschädigt werden.

Die lange Wartezeit war letztlich, wie Fenninger noch betont, ein Preis, der für die recht günstige Bausumme in Kauf genommen werden musste. Das Angebot allein für die Wand liegt bei 332 500 Euro, was laut Fenninger sehr günstig sei – und die einzige Möglichkeit war, die Wand zu dem vom Gemeinderat – nach einigen Nachbeschlüssen – akzeptierten Preis zu bauen. 140 000 Euro davon übernehmen ja die Grundstücksanlieger.

Der günstige Pauschalpreis wurde von der Firma nur unter der Voraussetzung gewährt, dass sie weitgehend freie Zeiteinteilung hat – aber bis Jahresende muss die Wand fertig sein. Und so wie es jetzt aussieht, sollte das kein Problem mehr sein. he