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Mutter und Sohn sterben in Höhle auf Teneriffa - Opfer wohl aus Traunstein

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Tod in der Höhle: Mutter und Sohn sterben auf Teneriffa - Opfer wohl aus Traunstein
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Polizisten und Einsatzkräfte der Feuerwehr in Santa Cruz de Tenerife. In einer Höhle wurden eine vermisste Frau und ihr zehn Jahre alter Sohn tot gefunden. Foto: Andres Gutierrez Foto: dpa
Tod in der Höhle: Mutter und Sohn sterben auf Teneriffa - Opfer wohl aus Traunstein
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Ein bei der Suche beteiligter Offizier der Guardia Civil. Beide als vermisst gemeldeten Deutschen wurden in der Höhle nahe der Gemeinde Adeje tot gefunden. Foto: Andres Gutierrez/El Día Foto: dpa

Ein sechsjähriger Bub aus Deutschland gibt der spanischen Polizei den ersten Hinweis. Kurz darauf wird dessen Vater festgenommen. Dann findet man die Mutter und den älteren Bruder tot in einer Höhle. Noch ist viel zu klären, sagte die Polizei.


Madrid/Santa Cruz de Tenerife  - Eine Mutter aus Deutschland und ihr zehnjähriger Sohn sind tot in einer Höhle auf der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa entdeckt worden. Der kleine Bruder des toten Jungen, ein Sechsjähriger, hatte der Polizei zuvor von einem brutalen Angriff des Vaters erzählt.

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Die Ursache und die Umstände der Todesfälle müssten noch ermittelt werden, sagte ein Justizsprecher auf Anfrage. Man schließe nicht aus, dass der Vater etwas mit dem Tod der Frau und des älteren Kindes zu tun habe.

Die leblosen Körper der seit Dienstag als vermisst gemeldeten Deutschen seien gegen 16:30 Uhr im bergigen Hinterland der Gemeinde Adeje gefunden worden, teilte die Polizeieinheit Guardia Civil mit. Der Vater, auch er ein Deutscher, war nach Polizeiangaben schon am Dienstagabend in seiner Wohnung in Adeje festgenommen worden. Der Mann habe nicht kooperiert, erklärte der Vertreter des Madrider Innenministeriums auf den Kanaren, Juan Salvador León. Bei seiner Festnahme habe er zudem heftigen Widerstand geleistet.

Das jüngere Kind war nach Polizeiangaben zuvor von Passanten weinend und unter Schock aufgegriffen worden. Der Sechsjährige habe anschließend der Polizei erzählt, dass der Vater die ganze Familie am Dienstag zur Höhle gebracht und dort sowohl die Mutter als auch die beiden Kinder brutal attackiert habe, berichtete die Onlineausgabe der Zeitung »El País« unter Berufung auf die zuständigen Behörden in der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Dem Kleinen sei nach eigenen Angaben dann die Flucht gelungen.

An der Suchaktion hatten nach amtlichen Angaben mehr als 100 Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, des Zivilschutzes und der Notfalldienste Teneriffas teilgenommen. Auch zwei Hubschrauber wurden eingesetzt.

Im Polizeiverhör bestritt der Deutsche den amtlichen Angaben zufolge, für den Tod seiner Frau und seines zehnjährigen Sohnes verantwortlich zu sein. Er habe versichert, hieß es, dass seine Frau und sein Sohn noch am Leben gewesen seien, als er die Hölle verlassen habe. Ein Polizeisprecher sagte auf Anfrage, es gebe noch »sehr vieles zu klären«.

Woher die Familie in Deutschland stammt, blieb zunächst offen. Laut einem Bericht der spanischen Zeitung „El País“ lebten die beiden Opfer in Traunstein. Das Polizeipräsdidium Oberbayern Süd konnte dies auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts bisher weder bestätigen noch dementieren. Das Aauswärtige Amt gibt keine Informationen zu Wohnorten von Opfern heraus. 

Der Sechsjährige, der kein Spanisch spricht, habe der Polizei aber gesagt, dass der Vater schon seit längerem fest auf Teneriffa gewohnt habe und die in Deutschland wohnende Familie regelmäßig zu Besuch gekommen sei, sagte Adejes Bürgermeister José Miguel Rodríguez Fraga vor Journalisten. Gegen den festgenommenen Mann lägen in Spanien keine Anzeigen wegen häuslicher Gewalt vor. Der Sechsjährige werde von Sozialarbeitern und Psychologen betreut, hieß es. dpa/red

Mitteilung der Polizei