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Mutmaßlicher Taliban-Kämpfer aus Schnaitsee soll vor Gericht

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Schussbereiter Soldat
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Foto: Illustration, dpa/Ghulamullah Habibi

Karlsruhe/Schnaitsee – Ein junger Afghane, der in seiner Heimat für die radikalislamischen Taliban gekämpft haben soll, muss sich aller Voraussicht nach bald in München vor Gericht verantworten.


Die Bundesanwaltschaft hat am Oberlandesgericht München Anklage gegen den 20-Jährigen, der im Februar in einer Asylunterkunft im Landkreis Traunstein festgenommen worden war, erhoben.

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Wie wir im Februar berichtet haben, wohnte der 20-Jährige, der damals eigentlich als gut integriert galt, in Schnaitsee.

Soll zwei US-Soldaten getötet haben

Dem Mann wird vorgeworfen, mit seiner Kampfeinheit zwei Mal Konvois US-amerikanischer und afghanischer Soldaten überfallen zu haben. 2013 soll er sich in Afghanistan den "Taliban" angeschlossen haben. Bei einem dieser Angriffe wurde den Angaben zufolge Anfang 2014 ein Amerikaner getötet, zwei andere erlitten Verletzungen. Der Mann ist deshalb unter anderem wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt.

Ein zweiter Afghane, der wegen ähnlicher Vorwürfe seit März in Untersuchungshaft saß, kommt dagegen frei. Die Bundesanwaltschaft hob am Freitag den Haftbefehl gegen den 30-Jährigen auf, die Ermittlungen hätten den dringenden Tatverdacht nicht weiter erhärtet. Hier ging es um einen Angriff auf einen amerikanisch-afghanischen Militärkonvoi mit 16 Toten. Der Mann war im Ostallgäu festgenommen worden.

dpa/th

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