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Mut und Zusammenhalt beschworen

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Sie stießen auf ein gutes neues Jahr in Übersee an: Dritter Bürgermeister Alois Huber (von links), Kirchenvorstand Ludwig Klarwein, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Josefine Steinbichl, Pfarrer Dr. Pierre Makanga, Bürgermeister Marc Nitschke, Altbürgermeister Peter Stöger und Zweiter Bürgermeister Ludwig Ertl. (Foto: vom Dorp)

Übersee. Zu Optimismus für alle Aufgaben im neuen Jahr haben Bürgermeister Marc Nitschke und der katholische Pfarrer Dr. Pierre Makanga in ihren Neujahrsreden in Übersee aufgerufen. »Lassen Sie uns unsere Aufgaben mit Tatkraft, Zusammenhalt und Zuversicht angehen«, sagte Nitschke beim 15. Neujahrsempfang des katholischen Pfarrgemeinderats im Pfarrzentrum. Zuvor hatte Pfarrer Makanga im Neujahrsgottesdienst »Mut für einen Neubeginn im neuen Jahr« beschworen.


Ein neues Jahr sei nicht nur eine Frage des Rechnens, sondern ein Zeichen, dass es immer wieder einen Neuanfang gebe, betonte der Geistliche in seiner Predigt. Nach jedem Irrweg, nach Schuld, Versagen und Hoffnungslosigkeit gebe es immer die Möglichkeit eines Neubeginns mit einer neuen Orientierung.

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Zum anschließenden Neujahrsempfang konnte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Josefine Steinbichl nicht nur Mitarbeiter und Angehörige des Pfarramtes und der Kirchenverwaltung, des Pfarrgemeinderates sowie Kommunionkinder und Firmlinge begrüßen, sondern auch die Vertreter von Vereinen, Verbänden, Kultur, Wirtschaft sowie der politischen Führung einschließlich aller drei Bürgermeister und vieler »normaler« Bürger. Insgesamt waren bei diesem Gedankenaustausch der Dorfbewohner, der von der dreiköpfigen »Buchberger Saitenmusi« musikalisch umrahmt wurde, jedoch weniger Besucher als im Vorjahr zu verzeichnen.

Als »ein Jahr voller Bewegung« charakterisierte Bürgermeister Nitschke die vergangenen zwölf Monate. Nach der Realisierung der Großprojekte Eisenbahnunterführung, Feuerwehrhaus und Musikheim, hätten 2012 vor allem die Betreuungseinrichtungen für Kinder im Fokus gestanden.

»Mit dem Neubau des Kindergartens mit einer Bausumme von über zwei Millionen Euro und einem Gemeindeanteil von rund 950 000 Euro steht unseren jüngsten Bürgern nun eine großzügige, kindgerechte und innovative Einrichtung zur Verfügung«, sagte der Gemeindechef nicht ohne Stolz. Aber auch der Kleinkindbetreuung werde mit der Sanierung des Kindergartenaltbaus und des Umbaus zu einer Kinderkrippe Rechnung getragen. Schon zum nächsten Kindergartenjahr soll der Bau bezugsfertig sein.

Auch auf einschneidende personelle Veränderungen in der Gemeinde ging der Bürgermeister ein. Nach jahrzehntelangem Wirken seien Schulleiter Hans Aderbauer und Pfarrer Konrad Kronast in den Ruhestand gegangen und durch Rektor Bernhard Benoist und Pfarrer Dr. Pierre Makanga ersetzt worden.

Einen großen Teil seiner Rede widmete der Rathauschef dem dichten sozialen Netzwerk im Ort: »Dass wir ein Ort des Engagements für unsere schwächeren Mitbürger und ein Ort des Füreinander-Einstehens sind, ist ja weithin bekannt.« So sei die Auswahl Übersees als Familienstützpunkt für das gesamte Achental nicht nur eine Anerkennung für Geleistetes, sondern auch ein Vertrauensbeweis für die Zukunft.

Das letzte Kapitel seiner Neujahrsrede widmete der Gemeindechef ausführlichen Dankesworten an alle, die professionell oder ehrenamtlich für den Ort im Einsatz sind und zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Dorfgemeinschaft beitragen. Das forderte auch Pfarrer Dr. Makanga in seinem Schlusswort. Er rief alle Bürger von Übersee dazu auf, »zusammenzuhalten, egal was kommen mag«. bvd