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Mut und Optimismus beschworen

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Bürgermeister Marc Nitschke ehrte die Leiterin der Mittagsbetreuung, Konny Mätze (rechts), und ihr Team Caroline Wengbauer, Susanne Obermaier und Maria Wallner. (Foto: vom Dorp)

Übersee – Rund 130 Überseer Bürger, die sich beruflich, vor allem aber ehrenamtlich für den Ort einsetzen, kamen auf Einladung von Bürgermeister Marc Nitschke zur großen Weihnachtsfeier der Gemeinde in den Gasthof Hinterwirt. »Diese bereits achte und somit schon fast traditionelle Weihnachtsfeier ihrer Art soll noch einmal alle für unsere Dorfgemeinschaft wichtigen Personen zum Jahresende zusammenführen und gleichzeitig ein Dank sein an Vereine und Ehrenamtliche«, sagte Bürgermeister Marc Nitschke zur Begrüßung.


Das Jahr 2016 sei nach seinen Worten in vielerlei Hinsicht ein »bewegtes Jahr« gewesen. »Es hat aber auch gezeigt, dass wir viele Probleme lösen und Herausforderungen meistern können, wenn wir miteinander und nicht gegeneinander handeln.« Als Beispiele nannte er das stete Wachsen des Ortes »mit sehr guten Demografiewerten«, Erfolgen im Tourismus, einem friedlichen und harmonischen Chiemsee Summer, den abgeschlossenen Hochwasserschutz und die Besiegelung der Städtepartnerschaft mit der mittelitalienischen Partnerstadt Monte San Biagio.

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Zusätzlich rief der Bürgermeister neue und verbesserte Infrastrukturmaßnahmen von 2,5 Millionen Euro in Erinnerung für Sanierungen von Straßen, vor allem für die Feldwieser Straße, von gemeindlichen Gebäuden, der Schule einschließlich dortiger Neuanschaffungen, P & R-Fahrradplätzen am Bahnhof und den Breitbandausbau für ein schnelles Internet.

Für das neue Jahr beschwor der Bürgermeister vor allem Mut und Optimismus. Mit dem geplanten Gemeinde- und Bürgerzentrum im Bereich alte Schule und altes Feuerwehrhaus, dem »Gemeinschaftshaus« in Sachen Altenheim, Pflege und Tagespflege sowie neuen Wohnungen an der Wolferstraße werde die Entwicklung weitergehen, versprach Nitschke.

Die Asyl-Frage bezeichnete der Bürgermeister als »ein Thema, das uns alle beherrscht und in gewisser Weise auch ratlos gemacht hat«. Alle Gemeinden seien wegen der nicht absehbaren Aufnahmen einem enormen Druck ausgesetzt gewesen. Er dankte in diesem Zusammenhang allen, die sich im Asylbereich engagieren und auch all jenen, die immer bereit sind, sich für die Gemeinde einzusetzen. Er nannte in diesem Zusammenhang nicht nur den Gemeinderat, die Verwaltung und beide Kirchen, sondern vor allem die unzähligen ehrenamtlichen Initiativen im politischen, sozialen, kulturellen oder sportlichen Bereich.

Eine besondere Ehrung erfuhr in diesem Rahmen Konny Mätze und ihr Team von der Mittagsbetreuung. Sie leitet seit 20 Jahren diese Einrichtung für die Grundschüler im Ort. Anfangs besuchten zwölf Kinder nach der Schule bis 13 Uhr die Mittagsbetreuung, heute sind es über 90 Kinder bis 15.30 Uhr. Die Kinder fühlen sich dort aufgehoben, werden betreut und versorgt, können spielen, toben, entspannen, erledigen mit Unterstützung des Teams ihre Hausaufgaben und bekommen ein warmes Mittagessen. »Die Mittagsbetreuung hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt und ist heute eine Vorzeigeeinrichtung unserer Gemeinde«, so Bürgermeister Nitschke. bvd