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Mut und Kraft für neue Herausforderungen

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Die 39 Abiturienten des Landschulheims Schloss Ising mit ihren Zeugnissen: Nina Benekam, Adrian Betzenbichler, Severin Böhm, Nina Bürger, Julian Burkert, Nahom Felege Worku, Megi Fugu, Florian Glaser, Bogdan Gnatenko, Ines Güntert, Sarah Hafner, Siegfried Holzer, Johannes Hounsgaard, Diellza Kelmendi, Natalie Kerschhofer, Alexander Knitter, Julia Krämmer, Rebecca Leiner, Johanna Mayer, Miriam Mayer, Stefanie Mitterer, Theresa Mitterer, Nikola Murturi, Luis Niederbuchner, Laura Perl, Zeno Pöhlmann, Jonas Raab, Simon Rößler, Luis Sailer, Franziska Schadhauser, Franz Schreiner, Martin Schrobenhauser, Christopher Sendlinger, Markus Stadler, Marie-Sophie Steinbach, Merlin Storch, Michael Thusbaß, Julia Vogl und Lena Zimmermann. (Foto: Benekam)

Chieming – Ein freudiger Tag in Ising: 39 Abiturienten des Landschulheims Schloss Ising haben die Prüfungen bestanden. Zehn davon sogar mit der begehrten 1 vor dem Komma.


Ein breites Lächeln hatten also nicht nur die überglücklichen und von der langen Lernphase befreiten Schulabgänger, sondern auch die Lehrer, Erzieher des angeschlossenen Internats, Schulleiter Wolfgang Brand und die Familien und Freunde. Ein Grund zum Feiern und Aufatmen, eine Gelegenheit, sich zu bedanken und die Jahre seit der Einschulung noch einmal Revue passieren zu lassen.

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Nach einer besinnlichen Stunde in der Isinger Kirche, die sehr kreativ von der Isinger Schulband und von Barbara und Heiner Vogel gestaltet worden war, ging es in die Schule. Dort wurde mit einem musikalischen Auftakt, den die Schüler des Schulorchesters und der Schulchor unter der Leitung von Frank Schöftenhuber vorbereitet hatten, die Abiturfeier festlich eröffnet. Schüler- und Elternvertreter, die Sprecherin der Abiturienten und Schulleiter Wolfgang Brandt hielten bewegende Ansprachen.

»Habt immer den Mut für spannende Entscheidungen und haltet an euren Visionen fest«, so Schülersprecherin Laura Läufer. Der Vertreter der »Ehemaligen«, Benjamin Stöger, riet im Rückblick auf seine Schulzeit, dankbar zu sein für die Schulzeit mit allen positiven und auch negativen Erfahrungen. Stefanie Mitterer wünschte sich und ihren Mitschülern Mut und Kraft mit der bevorstehenden Ungewissheit, um die Veränderung als Chance zu sehen.

Schulleiter Wolfgang Brand stellte hinsichtlich der neuen Zeit, die den Abiturienten bevorstünde, die Frage nach Glück: »Was heißt Glück?« Seine Auffassung davon erläuterte er am Schicksal des schwer erkrankten Physikers Stephen Hawking. Höchstens vier Jahre Lebenszeit hätten die Mediziner dem damals 21-jährigen Studenten prognostiziert, der an einer unheilbaren Krankheit des zentralen Nervensystems leidet. Nun sei der bereits 75 Jahre alt – er habe seinem Schicksal getrotzt und nie aufgegeben, sei einer der bekanntesten und erfolgreichsten Wissenschaftler, stolzer Vater dreier Kinder und zweier Enkelkinder. »Es lohnt sich immer, weiterzumachen, auch wenn man scheinbar keine Chance sieht«, so Brand. Auch Fehler zu machen, Irrwege zu beschreiten, und die Größe, sich selbst und den Mitmenschen diese Fehler einzugestehen, erfordere Mut. Diesen Mut, der sich auszahle, wünschte Brand seinen Abiturienten.

Nach diesen nachdenklichen und zugleich motivierenden Worten bekamen die Abiturienten ihre Zeugnisse und Ehrennadeln überreicht. Die vier besten Schüler mit einem Notendurchschnitt bis 1,5 waren: Miriam Mayer (1,0), Johanna Mayer (1,3), Luis Sailer (1,3) sowie Sigfried Holzer (1,4). Bei einem gemütlichen Sektempfang sah man in glückliche Gesichter von Schülern, Lehrern und Familien. Feierlich Abschied genommen haben die Schüler mit ihren Familien, Freunden und Lehrern dann noch beim Abiball. bene

Anmerkung der Redaktion:

Eine technische Panne führte in der Samstagsausgabe des Traunsteiner Tagblatts leider dazu, dass neun Namen von Abiturienten unter dem Gruppenbild des Gymnasiums Landschulheim Schloss Ising fehlten. Wir bitten dies zu entschuldigen und veröffentlichen deshalb noch einmal das Gruppenbild mit den Namen aller Abiturienten.