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Mut – Demut – Übermut

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Die Schulband Simple Days mit Musiklehrer Johannes Hahn (rechts). (Foto: P. Mix)

Traunreut – Das Schulkonzert der Walter-Mohr-Realschule stand unter dem Titel »Mut« und umfasste auch die verwandten Begriffe Anmut, Wagemut, Demut, Übermut. Beim fast dreistündigen Konzert im k1 zeigten die Schüler ihre große musikalische Bandbreite.


Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Schüler über den normalen Unterricht hinaus einbringen und für ein Schulkonzert viele Stunden des Probens investieren. Beim Jahreskonzert der Traunreuter Realschule zeigte sich auch dieses Mal, dass die Buben und Mädchen aus den verschiedenen Klassenstufen mit vollem Einsatz bei der Sache sind. 137 Mitwirkende standen in wechselnden Formationen auf der Bühne und machten allesamt ihre Sache hervorragend. Bigband, Tanzl-Musi, zwei Schulbands, eine Percussion-Gruppe, die Keyboard-Gruppe und drei Chöre brachten einen bunten Reigen an Musik dar und wurden mit begeistertem Applaus dafür belohnt.

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Doch nicht nur die Fachschaft Musik ist im Konzert involviert, auch andere Fächer wie Deutsch, Ethik, Geschichte und Kunst tragen ihren Teil dazu bei. Seit vielen Jahren ist es üblich, dass das Schulkonzert sich mit einem bestimmten Thema beschäftigt. Dieses Jahr ging es um Mut in jeder erdenklichen Form. Schulleiterin Cornelia Linnhoff hatte die Idee dazu und auch die Gesamtleitung des Konzerts.

Zwischen den musikalischen Darbietungen trugen Schüler jeweils Texte vor oder spielten kleine Szenen. Sie betonten unter anderem, dass Mut bedeute, sich von der Angst nicht abhalten zu lassen, auch mal nein zu sagen, sich vor ein großes Publikum zu stellen und zu reden, vom Sprungturm zu springen oder die Richtung zu ändern, um seinen eigenen Weg zu gehen. Jouri Alsamman aus Syrien berichtete, dass sie auf der Flucht mit ihrer Familie auf einem voll besetzten Boot viel Mut benötigt habe.

In einem gespielten Interview ging es außerdem um die amerikanische Hippiebewegung und die 68er in Deutschland. Auch damals gehörte in beiden Ländern Mut dazu, als sich Studenten gegen das Establishment auflehnten. Großen Mut, den er mit seinem Leben bezahlen musste, bewies außerdem Claus Schenk Graf von Stauffenberg beim Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944.

Die Begriffe Anmut, Wagemut, Unmut, Demut und Übermut erläuterten die Schüler in kurzen Beispielen. Und Mädchen der zehnten Klasse zeigten noch einmal die gespielte Geschichte der Bananenfrauen von Frauenfeld, die sie schon bei der Verleihung des Fair-Trade-Titels an die Stadt Traunreut vor wenigen Wochen aufführten.

Am Ende des Konzertes kamen nochmals alle Beteiligten auf der Bühne zusammen für ein gemeinsames Abschlusslied. Cornelia Linnhoff dankte allen Mitwirkenden für ihr großartiges Engagement und der Stadt Traunreut für die Überlassung des Saales im k1. mix