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Musikvielfalt auf höchstem Niveau

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Die Bigband der Musikschule Traunwalchen begeisterte die Zuhörer zu Konzertende. (Foto: Roth)

Traunreut. Kaum freie Plätze gab es im großen Saal im k 1 beim Jahreskonzert der Musikschule Traunwalchen, bei dem mehr als 100 Musikschüler ihr Können bewiesen. »Das mehr als zweistündige Konzertprogramm soll die Vielfalt der Musikausbildung an der städtischen Musikschule Traunwalchen widerspiegeln«, so Musikschulleiter Josef Mayer zu Konzertbeginn.


Die Jungmusik der Stadtkapelle Traunreut eröffnete das Konzert mit dem englischen Marsch »Land of Hope and Glory«. Es folgten die jüngsten Musikschüler: Mehr als 30 Kinder der musikalischen Früherziehung tanzten und sangen den Siebenschritt mit ansteckender Begeisterung.

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Gewohnt souverän zeigte das Streichorchester Capella Cantabile formvollendete Musik. Kontrastierend dazu setzte Pianistin Leonie Stiriz die feine Solo-Klaviermusik von Mozart in Szene. Mit beeindruckender Melodieführung und sicherer Technik überzeugte die Schülerin das Publikum.

Ein Kontrastpunkt war das Flötenensemble. Trotz des jungen Alters verschmolzen die sechs Musikschüler ihre Blockflötenklänge in einen kompakten und gleichzeitig tragenden Ensembleklang. Perlende Flötenmusik genossen die Zuhörer auch im nächsten Programmpunkt: Die Querflötistinnen Cornelia Bräu und Johanna Lackner zeigten mit der Triosonate von Carl Heinrich Graun eine Balance zwischen virtuoser Kammermusik und klanglicher Abstimmung mit dem Klavierspiel von Viola Matthias.

Die Schüler der Volksmusikklasse zeigten den mitreißenden Charakter ihrer Gattung: Temperamentvoll spielte Hackbrettschülerin Johanna Blaim zusammen mit Maria Niederbuchner einen Halbwalzer. Die Geschwister Niederbuchner standen dem keineswegs nach: Maria spielte mit ihren Geschwistern Christina (Gitarre) und Andreas (Ziach) in der Gerstreiter-Besetzung die Lungauer Polka und einen flotten Walzer.

Aufsehen erregte der erst achtjährige Tim Bosch auf seiner neuen diatonischen Harmonika: Mit beachtenswerter Sicherheit spielte der Schüler die Trahüttner Polka. Passend dazu spielte die Harfensolistin Maria Wastlhuber zwei Harfensoli, welche die junge Musikerin mit viel Melodiegefühl vortrug. Das neu gegründete Klezmer-Ensemble spielte das begeisterte Publikum mit einem schwungvollen Tanzstück in die Pause.

Nach der Pause zeigten zwölf Gitarrenschüler Gitarren-Solomusik. Ebenso beeindruckend, jedoch im feinen Duo-Stil, spielten und sangen Vroni Schuster und Tatjana Feil Musik der Rockband Sum41. Mit ihrer eigenen Version schufen sie eigenständig ein Original, bei dem sie die Gesangs- und Gitarrenparts durch ihre passenden Vorstellungen arrangierten.

Amy Winehouse auf vier Streichinstrumenten: Johanna Wallner, Rebekka Fackler, Bertram Weihs und Stefan Huber trugen »Rehab« der Soul-Ikone vor. Das Akkordeonensemble swingte im lockeren Tempo und mit eleganter Phrasierung den berühmten »Chattanooga Choo Choo«. Energiegeladene Virtuosität zeigte der Schlagzeuger Aris Fabritius mit dem »Drumgroove« zu »Breaking Point«.

Enorme Weiterentwicklung des Pop-Ensembles

Das Pop-Ensemble hat sich enorm weiterentwickelt: Erst vor einem Jahr gegründet, haben sich die jungen Musiker bereits zu routinierten und stilsicheren Musikern herangebildet. So spielten sie im Konzert den bekannten Jazzstandard »Blue Bossa« mit Gitarrensoli und den Pop-Hit »What´s up« gesungen von Lena Zunhammer.

Die knapp 20-köpfige Bigband der Musikschule Traunwalchen beendete das Jahreskonzert mit zwei weltbekannten Jazz-Standards: Tenorsaxofonistin Julia Schilcher überzeugte mit einem schwierigen Solo und im energiegeladenen Soul Bossa Nova spielte Altsaxofonist Lukas Baumgartner ein souveränes Solo zum antreibenden Beat der Rhythmusgruppe – volle Energie zum Abschluss des Konzertes.