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Musikschulgebühren werden neu kalkuliert

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Die Gebühren für die Musikschüler aus Traunreut und Chieming sollen um durchschnittlich 0,9 Prozent angehoben werden. Für die Schüler aus Nußdorf könnte die Erhöhung höher ausfallen. Unser Foto entstand beim Festakt anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Musikschule. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Gebühren der Sing- und Musikschule Traunwalchen der Stadt Traunreut wurden für das kommende Schuljahr 2016/2017 neu kalkuliert. Die Berechnungen haben ergeben, dass die Elterngebühren für die Schüler aus Traunreut und Chieming leicht angepasst werden müssen. Die Kämmerei schlägt dem Hauptausschuss in seiner Sitzung am morgigen Donnerstag um 16 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses eine Erhöhung von 0,9 Prozent vor.


Für die Schüler aus dem Zweckverband Nußdorf könnte die Erhöhung wesentlich höher ausfallen. Wie der Bürgermeister der Gemeinde Nußdorf, Hans Gnadl, gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt erklärte, habe sich der Gemeinderat mehrheitlich darauf verständigt, die Musikschule ab dem kommenden Schuljahr nur noch maximal mit 30 Prozent oder höchstens 30 000 Euro zu bezuschussen. Diese Deckelung bedeutet, dass die Elterngebühren für die derzeit rund 120 Nußdorfer Musikschüler aller Wahrscheinlichkeit teurer werden. »Wir müssen von den freiwilligen Leistungen runter. Es steht der Schulhausneubau an und viele andere Aufgaben«, so Gnadl. Die Entscheidung des Nußdorfer Gemeinderats hat aber keinen Einfluss auf die Mitgliedschaft im Zweckverband. »Wir bleiben im Zweckverband aber in der Prozentbeteiligung setzen wir den Deckel drauf«, sagte Gnadl weiter. Sein Amtskollege aus Chieming, Benno Graf, bedauert die Entscheidung des Nußdorfer Gemeinderats. »Schade, dass man sich nicht mehr einig ist und nicht mehr an einem Strang gezogen wird.« Bisher waren sich die Kommunen immer einig. Nach Angaben des Traunreuter Stadtkämmerers Erich Suttner sei es jeder Gemeinde überlassen, wie viel Zuschuss sie gibt. Die Gemeinde Nußdorf hatte bereits im Frühjahr 2015 signalisiert, in dem für das laufende Schuljahr die Gebühren um durchschnittlich zehn Prozent angepasst wurden, dass sie eine weitere Gebührenerhöhung nicht mehr mittragen werde und jetzt ihre Konsequenzen daraus gezogen. Ausschlaggebend für die massive Erhöhung im laufenden Schuljahr waren die gestiegenen Personalkosten, die 90 Prozent der Musikschulgesamtkosten ausmachen.

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Nach Angaben von Musikschulleiter Josef Mayer habe die Musikschule im Vergleich zum Schuljahr 2014/2015 einen Rückgang von rund 40 Schülern verzeichnet. »Es war nicht so extrem, wie wir vermutet haben.« Mayer führt den Rückgang aber nicht explizit auf die massive Gebührenerhöhung zurück. »Jede Musikschule geht etwas zurück.«

Für das kommende Schuljahr liegen noch keine exakten Schülerzahlen vor. Die Anmeldungen laufen noch. Im laufenden Schuljahr besuchen knapp 800 Schüler den Unterricht an der Musikschule, die im letzten Jahr ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert hat. ga