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Musikschule wird teurer

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Unterwössen. Auf Antrag von Musikschulleiter Otto Dufter hat der Gemeinderat Unterwössen in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich eine Anhebung der Unterrichtsgebühren von durchschnittlich 3,3 Prozent beschlossen. Als Maßstab der Kalkulation nannte er den Einzelunterricht, der von 540 auf 558 Euro pro Schuljahr angehoben werden soll. Der Bayerndurchschnitt liegt lauf Dufter bei 600 Euro.


Der Musikschulleiter erinnerte das Gremium an die beiden letzten Erhöhungen von 2008 und 2012. Die letzte Steigerung betrug sieben Prozent. Laut Dufter seien die Personalkosten mit 95 Prozent der größte Ausgabeposten, weshalb sich auch Tariferhöhungen schmerzlich bemerkbar machten. Er schlug deshalb adäquate Erhöhungen spätestens alle zwei Jahre vor.

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Wie Dufter darlegte, sind die Kostenträger der Musikschule zu 43 Prozent die Gemeinde, zu 37 Prozent die Eltern, zu 10,8 Prozent das Land Bayern und zu einem Prozent der Landkreis. Er beklagte, dass bei Tariferhöhungen die meiste Last von den Eltern zu tragen sei.

Aus diesem Grund sei es wichtig und gut, »dass wir den Eltern die vielfältigsten Ermäßigungen anbieten«, meinte Bürgermeister Entfellner. Dennoch sollten nach seinem Dafürhalten der Landkreis und der Freistaat mehr in die Pflicht genommen werden, da sich deren Zuschüsse seit Jahren nicht mehr erhöht hätten. In dieselbe Kerbe schlug auch Andreas Bichler (Freie Wählergemeinschaft, FWG), der vor allem den Freistaat gefordert sieht.

Die jetzige Erhöhung von durchschnittlich 3,3 Prozent hielt Barthl Irlinger (Oberwössner Wählergruppe) für verträglich: »Dafür haben wir auch eine hohe Qualität in der Musikschule.« Bürgermeister Entfellner wertete die Schule sogar als Alleinstellungsmerkmal für den Ort.

Gegen die Gebührenerhöhungen stimmten Sandra Sonntag und Markus Entfellner (beide FDP). Sonntag warnte vor allem, »dass wir nicht alles auf die Eltern abwälzen dürfen.« Damit riskiere man Abmeldungen.

Die siebte Änderung der Gebührensatzung tritt am 1. September 2014 in Kraft und gilt somit ab dem nächsten Schuljahr. bvd

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