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Musikschüler zeigten Spitzenqualität

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Die Schwestern Ramona und Laura Dziewior begeisterten die Besucher beim Jahreskonzert mit ihren Cello-Stücken. (Foto: Kühler)

Traunreut – Ein Konzert mit hoher Qualität und stilistischer Bandbreite erlebten die Besucher in der Aula der Carl-Orff-Grundschule in Traunwalchen. Für das Jahreskonzert hatten sich die Schüler der Musikschule Traunwalchen lange vorbereitet und boten von Volksmusik und Klassik bis hin zu Pop, Rock, Weltmusik und Jazz überragende Leistungen.


Den Auftakt machten Tim Bosch und Sebastian Wallner mit ihren Diatonischen Harmonikas. Beide spielten ihre Stücke solistisch mit großer Überzeugungskraft. Die junge Cellistin Marina Huber spielte zusammen mit ihrem Lehrer Simon Nagl ein fröhliches Duo.

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Duett der Schwestern

Die Schwestern Ramona und Laura Dziewior spielten im Duett eine anspruchsvolle Cello-Etüde von Popper. Die schwierigen technischen Passagen meisterten die beiden Mädchen souverän. Als zweites Stück wählten sie »Viva la Vida« von Coldplay, ein unübliches Stück für ein Celloduo. Eindrucksvoll gestalteten die Harfenistinnen Carolina Öttl und Lilly Rücker ihre beiden Tanzstücke, deren Noten sie auswendig gelernt hatten.

Ein Höhepunkt war der Auftritt des Streichorchesters »Capella Cantabile« unter der Leitung von Alexander Krins. Die Musik von Johann Bernhard Bach, einem Verwandten des berühmten Johann Sebastian, wurde vom Orchester in einer überzeugenden Stilistik dargeboten. Über dem Orchester erklang die Sologeige von Dorothee Steinbach. Mit ausdrucksstarker Tongebung und einer beeindruckenden, feinen Technik spielte sie auf absolut professionellem Niveau.

Mozart mit dem Saxofon

Die Saxofonistin Anna-Lena Kollert zeigte, dass Mozart auch mit dem Altsaxofon fein und überzeugend gespielt werden kann. Im »Rondo alla Turka« wechselte sie durch die verschiedenen Melodieteile mit sicherer Technik und ausdrucksstarker Melodieführung.

Das Klarinettenensemble mit Sandra Müller, Johanna Danner und Sarah Eder intonierte den ersten Satz der Kleinen Nachtmusik. Mit viel Schwung und sauberer Artikulation betonten sie stets die schnell wechselnden, charakterlichen Unterschiede. Pianistin Leoni Stiriz wählte mit dem »Scherzo D-593« von Schubert ein äußerst anspruchsvolles Werk. Aber auch sie zeigte ihre reife musikalische Gestaltungskraft und ihre feine Technik.

Der noch sehr junge Akkordeonist David Romanu zeigte beim Ostländischen Walzer seine bereits beachtlichen, technischen Fertigkeiten. Das Flötentrio mit Cornelia Bräu, Franziska Arnold und Julia Wenke überzeugte mit feinster Kammermusik von Mozart.

Das zweite Klarinettenensemble mit Judith Roth, Rosina Georg und Alina Ziegler eröffnete den modernen Konzertteil. Die fröhliche Musik des Dschungelbuchs setzten die drei Talente gekonnt um. Der stark pulsierende Grundrhythmus der beiden E-Gitarristinnen Tatjana Feil und Vroni Schuster diente als Fundament zu den feinen, aber markanten Stimmen der beiden.

Mehr als 20 Bläser im Jugendblasorchester

Im Jugendblasorchester – zusammengesetzt aus den Nachwuchsbläsern der Musikkapelle Traunwalchen und der Stadtkapelle – spielten mehr als 20 Bläser »Funkytown« mit enormer Kraft. Sehr eindrucksvoll gestaltete die Band »pop.com« den Adele-Song »Rolling in the deep«. Gesungen wurde das Stück von Lena Zunhammer.

Die Saxofonisten Simon Krammer, Michael Pfaller und Samuel Schmidts zeigten gekonntes Unisono-Spiel beim Jazzstandard »Cantaloupe Island«. Begleitet von Aris Fabritius am Schlagzeug und Thomas Hartmann am Klavier erzeugten sie mit genauer Artikulation und gut abgestimmter Dynamik einen überzeugenden, kompakten Saxofonsound.

Ein formschönes Arrangement bot das Gitarren-Saxofon-Ensemble mit Samuel Schmidts (Saxofon), Adrian Reuter (Gitarre), Alexander Schindler (E-Bass) und Aris Fabritius (Bongos-Cajon). Sie spielten den Jazzstandard »I´m an old Cowhand« mit vielen quirligen Soli und sehr homogenem Ensembleklang.

Zum Abschluss spielte das achtköpfige Weltmusikensemble Musik aus Italien und Südamerika. Das Ensemble besteht erst seit einem Jahr. In dieser kurzen Zeit entwickelten sich die eifrigen Instrumentalisten mit ihrer mitreißenden Musik nahezu zu einem Publikumsliebling. fb

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