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Programm im Anwesen Sawallisch trug dem breiten Spektrum der Musikschule Grassau Rechnung

Musiklehrerkonzert »Die Lehrer spielen auf«

Einen beschwingten, musikalischen Ausklang spielte die Oimmusi mit (von rechts) Karl Kamml, Georg Huber und Wolfgang Diem. (Foto: T. Eder)

Grassau – In einem Benefizkonzert »Die Lehrer spielen auf« musizieren einmal im Jahr die Musiklehrer im Anwesen Sawallisch zugunsten ihrer Musikschule Grassau. Es ist ein liebevoll zusammengestelltes Programm, das dem breiten Spektrum der Musikschule Rechnung trägt. Trotzdem setzt das Konzert auch Schwerpunkte, in diesem Jahr im ersten Teil des Abends auf die Holzbläser. Zusammen mit dem Ambiente des Anwesens Sawallisch begeistert das das Publikum.


»13 Stücke für zwei Klarinetten und Viola, Opus 47,« hat der tschechisch-österreichische Violinvirtuose Franz Krommer geschrieben. Daraus eröffneten mit Romanze, Menuett, Adagio und Allegro Stefanie Menter und Josef Steiner mit der Klarinette und Elisabeth Urban mit der Viola den Abend im Kammermusiksaal des Anwesens. Zum Greifen nah musizierten sie vor den Zuhörern.

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Beinahe eng wurde es für die Musiklehrer, als sie zu siebt das zweite Menuett des Septetts in Es-Dur von Franz Lackner spielten. Flöte, Klarinette Horn, Violine, Viola, Cello und Kontrabass gaben ein wunderbares Bild der Musik des Wiens um 1824. Das Trio für Horn, Violine und Klavier von Johannes Brahms spielten Sebastian Krause, Elisabeth Urban und Theresa Meier.

Das letzte Stück vor der Pause kündigte Marlene Noichl besonders an. Es sei ein Wunsch verschiedener Musiklehrer, einmal das Allegro für Klarinette, Bassetthorn in F-Dur von Mozart zu spielen. Neben Noichl mit der Klarinette spielten Josef Steiner das Bassetthorn, Elisabeth Urban und Roswitha Carl Violine und Viola. Ulrike Gilck komplettierte mit dem Cello. Zwischen den Stücken des ersten Konzertteils spielte Beatrice von Kutzschenbach auf dem Flügel Franz Schuberts Deutschen Tanz und den Valse sentimental. Besonders stimmungsvoll geriet ihr Marche Funèbre b-moll aus der Sonate Opus 35 von Frederic Chopin.

Mit der Pause ging das Konzert in die neuere Zeit und in den Sommerabend im großen Innenhof des Anwesens über. Auf seinem hinreißend gespielten Akkordeon begeisterte Stefan Fußeder mit dem »Root Beer Rag« von Billy Joel und dem »Swinging Lord« von Hubert Deuringer. Das Publikum verlangte nachdrücklich eine Zugabe von Fußeder. Und dann war da noch die Volksmusik. Einen beschwingten, musikalischen Ausklang spielte die Oimmusi mit Karl Kamml, Georg Huber und Wolfgang Diem.

Das Publikum freute der überaus musikalische Abend besonders. So waren viele neue Gesichter neben den Stammgästen im Anwesen Sawallisch zu sehen. Mit diesem sehr persönlichen Eindruck von der Musikschule und ihren Lehrern waren sie gern bereit, für die Musikschule zu spenden. Der Erlös kommt dem musikalischen Nachwuchs in der Musikschule zugute. tb