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Musikkollegium Traunstein spielt Klassik von Beethoven und Mozart

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Klavier-Solist des Konzerts am 21. November aus der Reihe Sinfonische Konzer-te Traunstein ist Martin Rasch. Er unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater in München. Die Süddeutsche Zeitung schreibt über den Ausnahmepia-nisten: „Selten hat man einen technisch so ausgereiften, unprätentiösen, aber in jedem Takt, jeder Phrasierung absolut souveränen Gentleman-Pianisten so ele-gant durch Beethovens C-Dur Konzert tanzen sehen.“.

Abschlusskonzert der Reihe Sinfonische Konzerte Traunstein: Am Samstag, 21. November, spielt das Musikkollegium Traunstein unter der Leitung von Augustin Spiel ein Orchesterkonzert mit Werken von Beethoven und Mozart. Es findet in der Aula der Berufsschule an der Wasserburger Straße statt und beginnt um 19.30 Uhr.  

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Auf dem Programm stehen Ludwig van Beethovens Ouvertüre zum Ballett  „Die Geschöpfe des Prometheus“ op.43 und sein Konzert für Klavier und Orchester Nr.3 c-Moll op. 37 mit Martin Rasch am Flügel. Den Abschluss bildet die „Prager Sinfonie“ Nr. 38 in D-Dur , KV 504, von Wolfgang Amadeus Mozart.                    

Die Ouvertüre „Die Geschöpfe des Prometheus“ bildet die Eröffnungsmusik zum gleichnamigen Ballett, das 1801 im Hofburgtheater aufgeführt wurde. Die Ballettmusik ist die tänzerische Umsetzung der Prometheus-Sage, in der der Held den Göttern das Feuer entwendet und den Menschen damit das Leben einhaucht. Diese lassen sich aber zu Gewalt und Krieg hinreißen, worauf Melopeme Prometheus tötet. Doch Pan erweckt ihn zu neuem Leben und lässt ihn mit den Menschen ein friedvolles Leben führen. Die Ouvertüre nimmt das gute Ende der Sage voraus, womit sich die heitere, positive Beschwingtheit der Musik erklärt.

Das Konzert für Klavier und Orchester Nr.3 c-Moll op.37 ist das einzige Moll-Konzert in der Reihe der diesjährigen Sinfonischen Konzerte Traunstein. Ludwig van Beethoven arbeitete daran 1803 zeitgleich zu seiner zweiten, der heiteren D-Dur-Sinfonie. Das Klavierkonzert ist aber nicht das „dunkle“ Gegenstück zur zweiten Sinfonie, vielmehr suchte Beethoven die Auseinandersetzung mit Mozarts Klavierkonzerten, vor allem mit dessen d-Moll Konzert KV 466 – und kam in der Distanzierung zu Mozart zu seiner  eigenen gültigen Form.

In Prag erlebte Wolfang Amadeus Mozart während seiner drei Aufenthalte 1787 und 1791 großartige und gefeierte Aufführungen seiner Werke: „Le nozze di Figaro“, die D-Dur-Sinfonie KV 504 sowie die Uraufführungen des „Don Giovanni“ und  von „La Clemenza di Tito“ unter seiner Leitung. Wenn auch die D-Dur-Sinfonie als „Prager Sinfonie“ in die Literatur eingegangen ist, so scheint sie nicht von vorne herein für Prag vorgesehen gewesen zu sein. Möglicherweise hat Mozart sie für eine Reise „vorauskomponiert“. In diesem Opus scheint das Opernhafte, die Bühne, die Individualität von Bühnengestalten in einer besonderen Weise zutage zu treten.

Die Eintrittskarten für das Konzert am 21. November kosten 18 Euro (ermäßigt 9 Euro) und sind in der Tourist-Information im Rathaus (Telefon: 0861 65-500, E-Mail: touristinfo@stadt-traunstein.de) erhältlich. Restkarten gibt es ab 18.30 Uhr an der Abendkasse.