weather-image
18°

Musikkapelle Waging wird heuer 135 Jahre alt

0.0
0.0

Waging am See – Auf die mehr als 70 Auftritte des vergangenen Jahres blickten die Mitglieder der Musikkapelle Waging auf der Jahreshauptversammlung im Gasthof Unterwirt zurück. Vorstand Rupert Mayer und Musikmeister Helmut Huber gaben auch einen Ausblick auf dieses Jahr.


Laut Mayer gehören derzeit 44 aktive und 170 passive Mitglieder zur Musikkapelle. »Wir sind narrisch froh, dass wir das Musikheim haben«, sagte Rupert Mayer. Die Nutzung sei nach wie vor sehr hoch. Unter anderem findet dort auch die Jugendausbildung statt. Für die wöchentlich 40 Musikschüler sind fünf Musiklehrer verantwortlich. Das erstmals veranstaltete Jugendfestival sei eine besonders schöne Sache gewesen. »Nur schade, dass so wenig Besucher da waren«, bedauerte Mayer.

Anzeige

Mayer gab auch einen Ausblick auf 2016. »Heuer wird es ein ganz besonderes Jahr für uns, denn die Musikkapelle wird 135 Jahre alt.« Im Rahmen der Feierlichkeiten wird am 23. und 24. Juli das Fest »Blech im Park« im Waginger Kurpark stattfinden. Vier Musikkapellen werden erwartet. Die Vorbereitungen für das Frühjahrskonzert am 12. März im Kurhaus sind ebenfalls im vollen Gange. Allerdings gibt es diesmal kein Doppelkonzert, sondern es spielt nur die Standkapelle mit der Jugendkapelle. »Es ist bestimmt für jeden etwas dabei«, versprach Mayer.

Musikmeister Helmut Huber blickte auf die schönsten Momente der musikalischen Ereignisse zurück. Der Auftritt bei der Grünen Woche in Berlin, das Preisschnalzen, der Faschingszug, das Frühjahrskonzert im Doppelpack mit den Kollegen aus Wössen, das 150-jährige Bestehen der Kolpingsfamilie Waging, die Marktplatzkonzerte, die Heimatabende und besonders die Seeserenade im Achenpark zählten zu den aufregendsten Veranstaltungen. Die härtesten Tage hatte die Musikkapelle beim Gaufest in Rosenheim, »dafür war das Ottinger Feuerwehrfest umso feucht-fröhlicher«, so Huber.

Die größte musikalische Herausforderung wird laut Huber heuer im April das Wertungsspiel in Laufen sein, bei dem die Musikkapelle zum ersten Mal in der Kategorie III dabei sein wird. Beim Wertungsspiel werden Leistungen der Kapellen von einer Fachjury beurteilt. Je nach Höhe der Punktzahl wird ein entsprechendes Prädikat vergeben. »Wir werden sehen, was dabei herauskommt.«

Huber blickte auch in die weitere Zukunft: »Wir müssen uns noch einige Gedanken machen. Wo werden wir in zehn Jahren stehen?« Er wies darauf hin, dass die Jugendarbeit zwar bis jetzt noch hervorragend laufe, allerdings müsse man sich den Wandel der Jugend am Überangebot von Freizeitmöglichkeiten bewusst machen. Auch die hohen Anforderungen an Schule und Beruf werden oftmals durch einen Ortswechsel der jungen Leute nicht leichter gemacht. »Heutzutage wird nicht mehr gesagt, an diesem Tag müsst ihr alle da sein, weil ein Termin ansteht, sondern man stellt die Frage, wer kann an diesem Tag überhaupt kommen«, so Huber.

Großes Lob und Anerkennung bekam Ludwig Gröbner von Vorstand Rupert Mayer und Musikmeister Helmut Huber. Der 77-Jährige war immer zu den Proben gekommen und auch bei fast allen Auftritten dabei. Dafür wurde er ausgezeichnet. soj