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Musikanten wünschen sich neuen Probenraum

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Vorstand Willi Ettenberger ehrte Hans Münch (rechts) für 25 Jahre Mitgliedschaft im Musikverein. (Foto: T. Eder)

Grassau. Der Bau eines neuen Probenraumgebäudes rückt für den Musik- und Gesangsverein in greifbare Nähe. In der Jahreshauptversammlung informierte der Vorsitzende Willi Ettenberger über das Vorhaben, ließ aber vor allem das anstrengende Vereinsjahr Revue passieren.


Ettenberger betonte, dass zu einer hervorragenden Probenarbeit auch die nötigen Räumlichkeiten gehören. Sein Wunsch wäre ein Neubau eines Probenraums. In Zusammenarbeit mit Gemeinde, Wolfgang Sawallisch-Stiftung und Musik- und Gesangsverein könne das Ganze voraussichtlich realisiert werden.

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Wolfgang Diem, Leiter der Musikschule und Stiftungsrat, informierte, dass die Stiftung die Baukosten übernehmen würde, die Gemeinde möglichst das Grundstück zur Verfügung stellen sollte und der Verein den Innenausbau finanzieren würde. Als mögliches Grundstück habe man die Wiese hinter dem Heftersaal im Auge. Dies hätte den Vorteil, dass die Musikinstrumente schnell transportiert werden könnten, niemand bei den Proben gestört würde und sich ohnehin das Hefteranwesen als kulturelles Zentrum der Gemeinde etabliert habe. Wie Ettenberger hinzufügte, habe der Bürgermeister den Wunsch des Vereins positiv aufgenommen. Noch sei aber nichts entschieden.

Der derzeitig genutzte Probenraum im Dachgeschoß der Schule sei für die Kapellen mit zwischen 50 und 60 Musikern zu klein und dadurch extrem laut. Auch die Belüftung sei nicht ausreichend und im Sommer dürfe kein Fenster offen stehen, damit sich die Nachbarn nicht beschweren.

Noch nie so viele Termine wie 2013

Zum Jahresgeschehen 2013 sagte Ettenberger, dass der Verein noch nie so viele Termine und große Feste zu gestalten hatte. Er erinnerte an die Konzerte zur 50-jährigen Partnerschaft mit Tscherms in Grassau und in Tscherms, an die Primiz von Simon Tyrolt, die musikalisch ebenfalls von den Kapellen des Vereins getragen wurde, wie auch an den Almbauerntag. Natürlich seien Gruppen auch wieder beim Georgi-Markt, Michaeli-Markt, der »Langen Nacht« aufgetreten und boten zudem etliche Sommerkonzerte. Auch die Jugendlichen hatten einen vollen Terminkalender. Begeistert waren die Jugendlichen vom Probenwochenende in Tscherms. Der Verein werde heuer 130 Jahre alt. Ettenberger fragte, ob dies gefeiert werden sollte. Nachdem aber das 125-jährige Jubiläum groß gefeiert wurde und im kommenden Jahr wieder große Festlichkeiten, darunter 40 Jahre Musikschule, 50 Jahre Markterhebung Grassau und 35 Jahre Blechbläserensemble anstehen, einigten sich die Mitglieder, heuer keine zusätzlichen Termine einzuschieben.

Edda Fellner berichtete als Obfrau des Achentalchors von dem Dreikönigssingen in Bernau, den drei Sommerkonzerten in der Aula, dem Konzert im Advent, wie auch über die Auftritte des Chors beim Rosenheimer Christkindlmarkt und dem Grassauer Advent.

Über 18 Auftritte der »Grassauer Blasmusi« mit 19 Musikanten berichtete Obmann Fritz Seibold. So spielte die Kapelle unter anderem bei der Feuerwehrfahrzeugweihe, am Georgi-Markt, Fronleichnam, beim Empfang des Primizianten, der »Langen Nacht«, beim Helferfest für die Hochwasserhelfer, der Bergmesse, dem Almbauerntag, der Gräbersegnung und am Volkstrauertag. Er informierte, dass seine Aufgabe nun Theresa Strehhuber übernehmen werde.

Almbauerntag und Primizfeier

Extrem viele Einsätze hatte die Marktkapelle, wie der Leiter Wolfgang Diem eindrucksvoll schilderte. In fast allen gemeindlichen Festen war die Kapelle eingebunden, habe, um einige zu nennen, in Tscherms gespielt und beim Musikfest in Marquartstein. Diem hob zudem die Sommerkonzerte im Hefterstadel hervor, die immer unter einem anderen Motto stünden. Beim Almbauerntag und der Primizfeier seien die Feste von der Marktkapelle gestaltet worden und beim »Chiemgau Almfestival« waren die Musiker auf der Rachlalm und haben dort nach dem Motto »Der Berg ruft« vom Berg ins Tal gespielt. Schließlich nannte Diem auch noch die sehr gut besuchten Stefanikonzerte.

Zur Wolfgang Sawallisch Stiftung informierte er, dass der große Gönner seinen Besitz der Stiftung vermacht habe, jedoch mit der Pflicht, die Villa musikalisch zu nutzen. Konzerte und Kurse werden in der Villa stattfinden. Stolz zeigte sich Diem, dass 22 von der Stiftung unterstützte Musikschüler zum Regionalwettbewerb »Jugend musiziert« geschickt werden konnten und 15 davon eine Weiterleitung zum Landeswettbewerb erhielten.

Tobias Gasteiger gab den Kassenbericht, der Spielraum für den Innenausbau parat hält. Allerdings werde das Ersparte dennoch nicht reichen.

In der Diskussion wurde angeregt, über einen Musikpavillon im Kurpark nachzudenken. Willi Ettenberger erklärte, dass dies schon mehrfach diskutiert wurde. Für fünf bis sechs Sommerkonzerte würde sich aber ein Pavillon, der mindestens 35 000 Euro kosten würde, nicht rechnen. Zudem wären dann die Musiker, aber nicht das Publikum unter Dach. Im Hefterstadel sei die Akustik gut und es könne bei jeder Witterung gespielt werden.

Schließlich konnten noch Rudolf Klingler, Hans Münch und Heinrich Fischer für ihre 25-jährige Zugehörigkeit ausgezeichnet werden. tb