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Musikalischer Blumenstrauß zum Muttertag

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Ehrungen gab es bei der Musikkapelle Inzell im Rahmen ihres Muttertagskonzerts (von links): Vorstand Florian Waschinger, Willi Eicher, Markus Dufter, Martin Hirschbichler, stellvertretenden Vorstand Stefan Schnee und Dirigent Bernhard Koch. (Foto: Bauregger)

Inzell. Voll besetzt war der Festsaal beim Muttertagskonzert der Musikkapelle Inzell unter Leitung von Bernhard Koch. Im Programm fanden sich Stücke aus der bayerischen und böhmisch-mährischen Blasmusiktradition wie eine Auswahl der schönsten Melodien aus der Oper »Der Nussknacker« oder der Operette »Maske in Blau«, in denen auch Solisten genügend Raum fanden, ihre Künste zu zeigen. Durch das Programm führte der ehemalige Kapellmeister Heinrich Albrecht.


Mit dem »Bayerischen Parademarsch« aus dem Repertoire der »Original Hofbräuhaus Festkapelle« setzte die Kapelle ein erstes, blasmusikalisch bemerkenswertes Zeichen. Der prunkvolle, wuchtige bayerische Reiter- und Parademarsch erinnert an die Tradition der Militärmärsche, die bei Staatsempfängen und Paraden geradezu zelebriert wurden.

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Der ehemalige Kapellmeister Heinrich Albrecht übernahm dann die Moderation, fügte den Konzertstücken interessante Details hinzu, sprach spontan mit den Solisten und dem Kapellmeister Bernhard Koch oder unterhielt mit heiteren Episoden aus dem Musikantenleben. Mit »Themes from the Nutcracker« ließ die Kapelle dann einige der schönsten Melodien aus der Oper »Der Nussknacker« des russischen Komponisten Peter I. Tschaikovsky erklingen, die er in einer Zeit komponierte, in der Pathos, große Orchesterbesetzungen und Emotionen das Maß der Dinge waren. Sehr rhythmisch, in einer anspruchsvollen Dynamik umgesetzt, bewegten sich die knapp 40 Musikanten durch das Konzertwerk. Winfried Möller arrangierte das Stück »Jerusalem«, das eigentlich auf einem Gesangssolo aufgebaut ist und sowohl das Charisma der »Heiligen Stadt« wie den religiösen Brennpunkt ausdrücken soll.

Die Rolle des Sängers füllte an diesem Abend Stefan Schnee am Saxophon gefühlvoll und perfekt aus. In der Operette »Die Maske in Blau« geht es um ein Verwirrspiel um die Liebe des Malers Armando Cellini zu der großen Unbekannten unter der blauen Maske, das schließlich doch ein Happy End findet. Für die Blasmusikorchester hat Walter Tuschla die schönsten Melodien wie etwa »Die Juliska, die Juliska aus Buda-, Budapest..«, »Schau einer schönen Frau nicht zu tief in die Augen«, »Am Rio Negro« oder »Maske in Blau – Maske in Blau« zusammengestellt.

Mit klarem Dirigat gelang es Bernhard Koch exzellent, den Musikern exakte Einsätze und Leidenschaft abzufordern und in dynamischer, engagierter Spielweise die feurigen spanischen und ungarischen Elemente des Potpourris genauso ansprechend zum Klingen zu bringen wie ruhige Liebes- und geschmeidige Tangomelodien. Hubert und Franz Maier, Christina Egger und Günther Kastner schlossen den ersten Teil des Abends mit dem Trompeten-Solostück »Trumpet Team« erfrischend spritzig und gut zusammengespielt ab.

»Ein halbes Jahrhundert« hieß die mitreißende Polka von Franz Watz, mit der die Kapelle den zweiten Teil eröffnete. Pfiffig, ohne Noten, an manchen Stellen sogar etwas schelmisch, präsentierten sich Martin und Gerhard Egger beim Vortrag der Solopolka für zwei Posaunen »Die beiden Schluckspechte« von Herbert Ferstl. Speziell für die Mütter erklangen danach der wunderbare Walzer »Rosen schenk ich Dir« von Jörg Bollin und die ausdrucksstark vorgetragene Polka von Markus Bollin »Schöne Erinnerungen«.

Mit dem teils gesungenen Marsch in der Bearbeitung von Thomas G. Greiner »Unser stolzes Bayernland« setzte die Kapelle einen weiteren musikalischen Höhepunkt. Bei so viel Spielfreude war es nicht verwunderlich, dass die begeisterten Zuhörer Zugaben einforderten. Mit der Polka »Musikantensehnsucht« von Guido Henn und dem wunderbaren Marsch von Heinrich Albrecht »Anno 1757« kamen die Musiker dieser Aufforderung gerne nach.

Im Rahmen des Konzerts wurden drei verdiente Musikanten für langjährige aktive Mitgliedschaft geehrt. Markus Dufter erhielt für sein 15-jähriges Engagement die Ehrennadel in Bronze des »Musikbunds von Ober- und Niederbayern«. Martin Hirschbichler ist bereits 25 Jahre in der Kapelle aktiv. Er erhielt die Ehrennadel in Silber. Musikintern ehrte Vorstand Florian Waschinger Willi Eicher, der bereits 30 Jahre als aktiver Musikant zur Musikkapelle Inzell gehört. wb