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Musik von Saiten, Blech und Dieselrössern

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Einen der seltenen, im Schwarzwald fabrizierten Traktor der Marke Kramer präsentierten diese beiden schneidigen Damen stolz bei der Rundfahrt.
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Der Flammkuchen-Bäcker aus der Ramsau bekam tatkräftige Unterstützung von einem jungen »Pfingstroas«-Besucher.
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Immer wieder wurden Passanten auf Ziach-Weltmeister Hermann Huber (links) und seine Musikantenfreunde aufmerksam. Weitere Bilder von der »Pfingstroas« in Inzell finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/Fotos im Internet. (Fotos: Mergenthal)

Inzell. Über 20 Musikgruppen und über 200 Traktoren, vorwiegend aus dem Chiemgau, Berchtesgadener Land und angrenzenden Österreich, sowie Schmankerl und altes Handwerk haben etliche tausend Besucher angelockt. Zum fünften Mal hatte der Gewerbeverein Inzell die musikalisch-kulinarischen »Pfingstroas« veranstaltet.


Zahlreiche Inzeller und Familien, Volksmusik- und Bulldogfreunde aus der gesamten Region sowie viele Urlauber waren auf den Beinen. Entlang eines »Rundroas«-Wegs lockten Gaumenfreuden und Ohrenschmaus für jeglichen Geschmack. So konnte man beim Enzianstüberl Flammkuchen aus einem gusseisernen Holzbackofen zu zünftiger Tanz- und Stimmungsmusik genießen – unter anderem mit den »Kienberg-Buam« mit Bürgermeister Martin Hobmaier an der Trompete und seinem Vize Hans Egger an der Tuba.

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Ein großes Gedränge war in der Ortsmitte, wo sich der Duft von Steckerlfisch und Grillwurst mischte. Fröhliche Biergartenstimmung war vor dem alten Rabenbauernhof mit der »Inzeller Blechmusi«, dem Chiemgau-Quintett und den »Zwiesler Buam«. Wer es ruhiger und gemütlicher mochte, kam bei hausgemachten Kuchen im Eiscafé am Rathausplatz mit Gruppen der Musikschule Inzell oder im Glusthaferl an der Adlgaßer Straße mit Ziach-Weltmeister Hermann Huber und seinen Musikantenfreunden auf seine Kosten. Beste Stimmung mit echter Volksmusik, Wild, Bosna und einem »bayerischen Knödeltrio« herrschte bei den Metzgereien und im Café Vroni. Oberkrainer-Freunde waren im Festzelt am Fritz-Gastager-Parkplatz bei der Schlechinger Gruppe »Se hamma« bestens aufgehoben.

Um 13 Uhr starteten die geschmückten Bulldogs zur lautstarken Dorfrundfahrt. Zu den ältesten Fahrzeugen zählten ein Swoboda aus Bergen aus dem Jahr 1930 und ein Fendt-Dieselross aus dem Jahr 1939. Echte Raritäten waren ein »Knickschlepper« von Holder, ein Kramer »K 18 Acker« mit Verdampferkühlung und mitgeführter Gießkanne und ein Heuwender mit Fendt-Geräteträger. Ein Bulldog hatte Wiegensägen zur Holzarbeit dabei und ein anderer einen jungen Ziach-Spieler.

Regenschauer am Nachmittag taten der Stimmung keinen Abbruch: Der Renner im »Kinderland« der Inzeller Touristik war die »Rollenrutsche«: In Getränkekisten ging es, auch im Regen, rasant dahin. Einige Frauen tanzten unter der Zeltplane zur »Dopplerwandmusi« und wärmten sich so auf.

Vielen Könnern althergebrachten Handwerks wie Hutmacherei, Hornschnitzerei, Federkiel- oder Goldstickerei oder Drechseln von Holzkreiseln konnte man über die Schulter schauen. vm