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Musik, Gesang und Theater beim Dorfhoagart

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Ende gut – alles gut! Metzgerlehrbub Bene (Severin Fischhaber, Dritter von links) macht mit seiner Schläue alle glücklich, den Metzger und seine Frau (Hilde Zimmermann, Franz Schützinger, links) und Kunstmaler Uhlig (Martin Steiner), der die Tochter (Viktoria Schützinger) der Metzgersleute nicht nur küssen, sondern auch heiraten darf. Das wiederum missfällt dem Weichselbauer-Girgl (Martin Zimmermann), der die Tochter eigentlich heiraten sollte. (Foto: Volk)

Nußdorf – Blas- und Tanzlmusik, Tänze und Plattler, Geschichten und Verserl und ein lustiger Einakter um den »Bayerischen Picasso« erfreuten die Besucher beim Dorfhoagart, den der Trachtenverein im Bürger- und Vereinsheim veranstaltete.


Die Stücke und Lieder der Musikanten und Sänger, die Volkstänze der Kinder- und Jugendgruppe und die unterhaltsame Aufführung der Theatergruppe des Trachtenvereins begeisterten die Gäste.

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Die Buachleit‘n Musi – Gewinner des Traunsteiner Lindl – und die Hanslgeiger mit Hans Posch (Gitarre) und vier Damen an Harfe, Geigen und Bass, spielten Stubn- und Tanzlmusikstücke, ein wahrer Genuss. Ebenso begeisterten Irmgard und Annemarie, die Schauer-Dirndln, die mit ihren Liedern auf den Sommer zurückschauten: »Der Summa ist auf und davon.«

Stark und deutlich kräftiger ging es bei der Musikkapelle Nußdorf zu, die zum Schwofen und Mitpfeifen verführte. Stefanie Brunner, Vorsitzende des Trachtenverein, amüsierte mit humorigen Versen und witzigen Geschichten. Die Buam und Dirndln der Kinder- und Jugendgruppe des Trachtenvereins zeigten ihr tänzerisches Können, wobei vor allem die Jüngsten durch ihren Eifer und Enthusiasmus die Blicke auf sich zogen und viel Applaus von den Zuschauern erhielten.

Einen lustigen Höhepunkt des Dorfhoagarts präsentierte die Theatergruppe des Trachtenvereins mit dem Einakter »Der bayerische Picasso«. Metzgerlehrbub Bene (Severin Fischhaber) ist der eigentliche Durchblicker und Fädenzieher und versteht mit Schläue seinen Chef, den Metzgermeister (Franz Schützinger) und dessen Frau Wally (Hilde Zimmermann) ins Glück zu geleiten.

Er versteht es vor allem die zwischenmenschliche Beziehung der Metzgerstochter (Viktoria Schützinger) mit dem Kunstmaler Uhlig (Martin Steiner) zu gutem Ende zu bringen. Der Metzgermeister jedoch will, dass seine Tochter den Weichselbauer-Girgl (Martin Zimmermann) heiratet. Der wiederum ist eifersüchtig auf Uhlig und dessen Künste. Er beauftragt Bene mit der Verschandelung eines Gemäldes mit dem Konterfei seiner Angebeteten, was Bene jedoch ganz anders als erwartet erledigt.

Der Metzgermeister will vom Kunstmaler ein Portrait für das Jubiläum des Schützenvereins haben. Doch nicht der Künstler, sondern Beni malt das Bild, von dem das Kunsthändlerpaar Paul und Rita Krause (Christian und Christine Czogalla) begeistert ist. Die beiden kaufen das moderne Kunstwerk des »bayerischen Picasso« für viel, viel Geld. Natürlich glaubt der Metzgermeister, Künstler Uhlig habe das hoch gehandelte Werk geschaffen. Damit kann er nun ja gar nicht anders, als dem erfolgreichen Maler seine Tochter zur Frau zu geben.

Das Publikum belohnte die Theatergruppe mit viel Applaus für die kurzweilige und amüsante Inszenierung, besonders Severin Fischhaber, den Jüngsten der Darsteller, für die pfiffige und perfekte Darbietung. Im Souffleurkasten unterstützte Cornelia Schauer das Ensemble. Das tolle Bühnenbild schuf Sepp Schauer. Die Spielleitung hatte Hanni Gasteiger. pv

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