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Musik als Leitfaden »bleibt erhalten«

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Gabriela Veil ist neue Schulleiterin an der Carl-Orff-Grundschule Traunwalchen. Sie unterrichtete zuletzt neun Jahre lang in der Grund- und Mittelschule Chieming. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Carl-Off-Grundschule Traunwalchen startet mit Ausnahme der Fachlehrer mit einem komplett neuen Lehrerteam in das Schuljahr 2016/2017. Für die neue Schulleiterin Gabriela Veil beste Voraussetzungen, um »unsere neue Schule zu bilden.« Veil unterrichtete zuletzt neun Jahre in der Grund- und Mittelschule Chieming und tritt mit drei neuen Kollegen ihren Dienst an der Traunwalchner Schule an. »Ich freue mich darauf«, sagte sie im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt.


Wie berichtet, sind die Schulleiterin Christiane Makulik und ihre beiden Kolleginnen Ingrid Jaksch und Renate Peteranderl zum Schuljahresende in den Ruhestand verabschiedet worden. Während Gabriela Veil als Nachfolgerin von Christiane Makulik bereits feststeht, ist bislang noch nicht bekannt, wer in die Fußstapfen von Peteranderl, Jaksch und Christian Pitz treten wird. Pitz hat Traunwalchen ebenfalls zum Schuljahresende in Richtung Heimat (Frankenland) verlassen. Die bisherigen Fachlehrer werden aber der Schule erhalten bleiben, bestätigte Veil. Reinhold Wirsching und seine Frau Margot Englert-Wirsching für den Musikunterricht, Ingrid Kirchleitner und Marianne Kreuz für das Fach Textil/Werken und Gerlinde Papp für den Religionsunterricht. Zur Schulfamilie gehören weiterhin auch die Sekretärin Renate Schulz und der Hausmeister Hans Huber. Am Dienstag, 13. September, beginnt in Traunwalchen für 95 Kinder der Schulalltag, darunter 20 Abc-Schützen. Wie im Vorjahr werden vier einzügige Klassen gebildet.

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»Ich wünsche mir eine gute Übergabe«

Als Schulleiterin betritt Veil zwar Neuland, bringt aber eine über 20-jährige Erfahrung als Grund- und Mittelschullehrerin mit. Die Mutter von zwei erwachsenen Kindern hat in Augsburg Lehramt studiert und im schwäbischen Aichach-Friedberg ihr Referendariat absolviert. Bevor sie an die Grund- und Mittelschule Chieming wechselte, unterrichtete sie zehn Jahre an der Heinrich-Braun-Grund- und Mittelschule Trostberg. Am 1. August hat sie offiziell ihren Dienst in Traunwalchen angetreten. Um sich bestmöglich auf ihre neue Arbeitsstelle vorzubereiten, drückt sie sogar in den Ferien die »Schulbank.« »Es gibt jede Menge Vorarbeiten, die ich erledigen möchte, bevor die Kinder da sind.« Dass sie dabei von ihrer Vorgängerin Christiane Makulik unterstützt wird, ist ihr wichtig: »Ich wünsche mir eine gute Übergabe.« Zu ihrem Aufgabengebiet zählt auch die Kooperation mit den Schulpartnern, wie dem Elternbeirat und der Stadt Traunreut. Mit den beiden Partnern habe sie bereits erste positive Kontakte geknüpft und hoffe auf eine effektive Zusammenarbeit. Das Gleiche erhofft sie sich auch vom Kollegium, das sie bis dato noch nicht kennengelernt hat. »Ich finde es spannend und hoffe, dass wir uns gut ergänzen werden«, erklärt sie. Sie verlässt sich dabei auf ihr Lebensmotto: »Es kommt alles zusammen, was zusammen gehört.« Hauptsache, es »menschelt« und die Harmonie und die Offenheit untereinander funktioniere.

Situation mit neuen Nachbarn ist »absolut stimmig«

Gabriela Veil unterstützt auch das Schulprofil als« Stätte zur Pflege der Musikdidaktik im Sinne von Carl Orff«. »Die Musik als Leitfaden der Schule bleibt auf jeden Fall erhalten.« In ihrer neuen Aufgabe und mit einem komplett neuen Team sieht sie aber auch eine Chance möglicher Veränderungen, um alle Schüler bestmöglich zu fördern. Um diesen pädagogischen Gedanken umzusetzen, seien nicht nur Team-Arbeit und Flexibilität gefragt, sagt Veil. »Dafür brauchen wir auch Platz, um kleinere Gruppen bilden zu können.« Wichtig ist ihr auch, den Integrationsgedanken mit einzubeziehen. Außerdem wünscht sie sich kleinere Sanierungsmaßnahmen, etwa neue Böden in den Klassenzimmern.

Als »absolut stimmig« stuft sie die Situation mit den neuen Nachbarn ein. Seit einem Jahr leben in der Schule 16 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge. »Das Miteinander ist wichtig, man lebt auf einem Fleck zusammen. Man profitiert voneinander und jeder lernt von jedem.« Deshalb wolle sie die bisherigen Begegnungen untereinander weiterhin unterstützen und forcieren. ga

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