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Munastraße als Flaniermeile Traunreuts

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Traunreut. Stadtrat und Bürgermeister-Kandidat Martin Czepan hat im k1 in Traunreut die Ideen der Traunreuter Grünen für ein lebendiges Zentrum ihrer Stadt vorgestellt. In einer lebhaften Diskussion mit den Teilnehmern entwickelten sich hieraus weitere Ansätze.


Martin Czepan, der sich bereits bei der Agenda 21 intensiv mit der Entwicklung von Traunreut beschäftigt hat, ging zunächst auf die derzeitige Situation ein. Außer der Traunpassage und dem Petrapark gebe es auch weitere Gebiete in der Innenstadt, die über attraktive Geschäfte verfügten. Während es kein Problem sei, jederzeit vor diesen Geschäften einen Parkplatz zu finden, wäre die fußläufige Verbindung zwischen diesen Einkaufszonen trotz kurzer Distanzen von mangelhafter Qualität.

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Czepan zeigte anhand einer Fotodokumentation, wie mühsam der Fußweg von der Traunpassage zum Rathausplatz ist. Hinzu komme, dass die optische Erscheinung in vielen Straßenzügen sehr unansehnlich sei. Eine Teilnehmerin bestätigte, dass sie zwar gerne zu Fuß durch Städte gehe, aber nicht durch Traunreut.

Vier Schwerpunkte für die Belebung des Stadtzentrums

Entlang des Traunrings und anderer Straßen seien die Gehsteige zwar breiter, aber nicht attraktiver, denn der Fußgänger bewege sich zwischen Straßenverkehr und den großen Parkplätzen der Einkaufszentren. Der Stadtrat zeigte anhand einer Luftaufnahme auf, wie viele Flächen im Zentrum Parkplätze seien. Frank Blomenkamp von der ARGE pflichtete ihm bei, dass auch an Samstagen die Parkplätze in Traunreut nicht vollständig belegt seien.

Für die Belebung des Stadtzentrums nannte Martin Czepan folgende vier Schwerpunkte: 1. Bestehende Einkaufszonen mit breiten Fußwegen verbinden. 2. Die Lücken in der Bebauung mit modernen Bauten schließen. Dabei sollten im Erdgeschoß Läden und Gastronomie untergebracht sein und in den oberen Geschossen Praxen und Wohnungen. 3. Bestehende Gebäude renovieren, gegebenenfalls umbauen oder durch neue Bauten ersetzen. 4. Die Parkplätze überbauen und/oder in den rückwärtigen Bereich verlagern.

Der Munastraße als Verbindungsachse zwischen Rathausplatz und Traunpassage komme eine zentrale Funktion zu. Als Fußgängerzone könne sie sich zur Flaniermeile von Traunreut entwickeln. Davon würden auch die Geschäfte in der Kantstraße profitieren, die über Ladenpassagen erreichbar wären. Die Kreuzung Kant-, Markt-, Eichendorffstraße könne einen Platzcharakter erhalten. Wichtig sei, dass die Fußgänger bei der Querung von Traunring und Eichendorffstraße Vorrang hätten.

Ein Teilnehmer schlug vor, den Traunring bei der Einmündung in die Munastraße für den Durchgangsverkehr zu sperren. Ein anderer Bürger wollte wissen, ob es überhaupt noch Bedarf für weitere Geschäfte in Traunreut gebe und welche Branchen in Betracht kämen. Hier verwies Czepan auf einen Workshop mit dem Citymanagement in den nächsten Tagen. Außerdem würden schon drei bis fünf zusätzliche Geschäfte reichen, da an den Enden der Munastraße mit dem Kaufhaus und einem Spielwarengeschäft bereits frequentierte Geschäfte vorhanden seien. Entgegen der Meinung einiger Diskussionsteilnehmer reiche es aber seiner Ansicht nach nicht aus, nur neue Geschäfte anzusiedeln. Ohne eine deutliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität und dem Vorrang Mensch vor Auto im Stadtzentrum würde sich keine Belebung der Innenstadt erreichen lassen.

Gemütliches Stadtcafé steht oben auf der Wunschliste

In der Diskussion kamen weitere Vorschläge, wie sich die zukünftige Flaniermeile beleben lasse. So könnten im k1 regelmäßig Kunstausstellungen im Foyer stattfinden, die Außengastronomie des Kulinariums müsse näher an die Straße rücken und Kunstobjekte sollten das internationale Flair von Traunreut widerspiegeln. Bei den Geschäften wurden ein Fisch- und ein Käsegeschäft genannt und bei der Gastronomie hatte ein gemütliches Stadtcafé oberste Priorität. Die große Mehrheit der Teilnehmer war sich einig, dass Traunreut die Chance hat, wieder zu einer Stadt mit lebendigem Zentrum zu werden.