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Motte hüllt Bäume in weiße Netze

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Kahl gefressen und in ein weißes Netz gehüllt sind zurzeit Bäume und Sträucher, besonders an Bächen, Flüssen und Seeufern.

Von völlig kahl gefressenen Bäumen und Sträuchern, die in ein weißes Netz gehüllt sind, bekam der Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege in den vergangenen Tagen von einigen Anrufern zu hören.


Besonders an Bächen, Flüssen und Seeufern seien sie zu finden. »Hier sind die Raupen von Gespinstmotten am Werk«, klärt Markus Breier auf. Für die Bäume und Sträucher ist der Befall nicht gefährlich.

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Im Schutz des selbst gesponnenen, seidenen Netzes vertilgen sie Blatt um Blatt und können so ganze Bäume kahl fressen. Das Gespinst kann Zweige, Äste und sogar ganze Stämme überziehen. Sobald die Raupen ihre endgültige Größe erreicht haben, verpuppen sie sich in weißen Kokons unter dem Netz und schlüpfen im Juli und August als fertige Motten, die nach der Eiablage sterben.

Im Herbst erscheinen die jungen Raupen, überwintern unter Rindenschuppen und setzen im kommenden Frühjahr ihren Fraß fort. Die befallenen Bäume und Sträucher werden in den nächsten Wochen neu austreiben. Die Gespinstmotten haben es besonders auf Traubenkirschen, Pfaffenhütchen und manche Obstbäume abgesehen. Im Garten reicht es aus, die gesponnenen Nester samt Raupen möglichst früh auszuschneiden. Meisen verfüttern die Raupen gerne an ihre Jungen.

Für weitere Fragen steht der Kreisfachberater Markus Breier unter Telefon 0861/58 385 zur Verfügung.

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