weather-image
18°

Motorensound der Extraklasse

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Dieses blaue Cobra Daytona Coupé zog die Blicke auf sich. Hiervon gibt es weltweit nur noch sechs Exemplare. Laut Angaben des Besitzers liegt der Preis dafür im zweistelligen Millionenbereich.
Bildtext einblenden
Das europäische Treffen der Cobra-Fahrer lockte viele Besucher nach Inzell. Sie nahmen die Fahrzeuge aus nächster Nähe unter die Lupe. Die Cobra-Fahrer starteten dann immer in Zehnergruppen von der Max-Aicher-Arena zum Salzburgring, dort nahmen sie am Histocup teil. (Fotos: Wegscheider)

Inzell. Ein Spektakel war das »Europäische Cobra Meeting« (ECM) an der Max-Aicher-Arena in Inzell. Fast 90 Cobras, deren Wert zum Teil im zweistelligen Millionenbereich liegen, ließen die Motoren heulen. Die weit über 1000 Zuschauer bildeten einen angemessenen Rahmen für die Veranstaltung.


Begonnen hatte das Treffen in der Max-Aicher-Arena mit einem Auftritt der Inzeller Blasmusik als Einstimmung für drei der begehrten Cobras, die eine Runde in der Arena drehten. Die Eisschnelllaufkinder des DEC Inzell präsentierten mit Nationalflaggen die teilnehmenden 14 Nationen. Die größte Zahl der Teilnehmer kam aus Deutschland, doch sogar ein Fahrer aus Australien ließ es sich nicht nehmen, sein »Spielzeug« den vielen Zuschauern zu präsentieren.

Anzeige

Veranstaltung fand erstmals vor fünf Jahren statt

Inzells Bürgermeister Martin Hobmaier ging in seinen Grußworten zunächst auf den Hauptorganisator Achim Deboeser ein, ohne dessen Initialzündung diese Veranstaltung so nicht möglich gewesen wäre. Sein Dank galt auch dem Mitorganisator Frank-Michael Krause und dem Gründer des ECM, Thomas Lederer aus Wien, der diese Veranstaltung vor fünf Jahren ins Leben gerufen hat. Hobmaier zeigte sich erfreut, dass neben den vielen Wintersportveranstaltungen von Eisschnelllauf über Eisspeedway bis zum Hundeschlittenrennen nun auch ein Cobra-Treffen in die Rubrik der Veranstaltungen eingereiht werden darf.

Alexander Riedl von der Inzeller Touristik GmbH lobte die gute Zusammenarbeit mit Achim Deboeser und verwies auf das ausgezeichnete Wetter, das sich die Veranstalter bei dem großen Aufwand sicher verdient hätten.

Die drei Cobras in der Max-Aicher-Arena zogen die Blicke auf sich. Ein 427 Shelby Cobra (Baujahr 1964), ein Ford GT 40 und vor allem ein blaues Cobra Daytona Coupé (Baujahr 64), von dem nur sechs Exemplare weltweit existieren, waren die Hingucker. Vor der Halle warteten die restlichen Fahrzeuge schön aufgereiht und bereit, von den vielen Besucher inspiziert zu werden. Für die Unterhaltung sorgte die Inzeller Blaskapelle und Moderator Pino Dufter gab den Zuschauern einige Informationen.

Ein gefragter Gesprächspartner war der Besitzer des Blauen Daytona Coupés, der dieses Vorzeigestück aus den USA nach Deutschland überführte, nachdem es 15 Jahre verschollen war und niemand wusste, wo es verblieben war. Auf die Frage nach dem Preis wollte er sich zunächst nicht recht äußern, doch letztlich ließ er sich entlocken, dass man wohl einen zweistelligen Millionenbetrag berappen müsse. Doch das Auto sei sowieso nicht verkäuflich, fügte er schnell hinzu. Abschließend richtete sich sein Dank an Inzell für die freundliche Aufnahme der Teilnehmer und er drückte seine Begeisterung für die Landschaft, das Wetter und die vielen Zuschauer aus.

Dann ging es los mit dem Konvoi zum Histocup am Salzburg Ring. Immer in Zehnergruppen wurde von der Max-Aicher-Arena gestartet und die Fahrer ließen die Motoren zur Freude der Fans lautstark aufheulen. Nach dem Rennen in Österreich ging die Fahrt am Abend wieder zurück nach Inzell, um bei einem gemeinsamen Abendessen die Tage in Inzell ausklingen und Revue passieren zu lassen. hw

Blattl Sonntag Traunstein