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Motor mit niemals versiegender Energie

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Hermann Steinmaßl mit seinem Double Heinz Wallner, der Seine Majestät Hermann I. im Jahr 2038 spielte.

Waging am See. Keine langen Reden, keine persönlichen Geschenke, einfach nur feiern. Das hatte sich Landrat Hermann Steinmaßl zu seinem 65. Geburtstag gewünscht. Seine Wünsche wurden bei einer Feier im Waginger Kurhaus auch erfüllt. Der Festakt war verbunden mit einer Spendenaktion für die Selbsthilfegruppe Brustkrebs Chiemgau.


Alles was politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rang und Namen besitzt, gratulierte dem Landkreisoberhaupt. Auch Landräte aus den Nachbarlandkreisen und alle vier »Missen« (Miss Chiemgau) waren unter den rund 250 geladenen Gästen, die Steinmaßl im Defilee persönlich die Hand schüttelten.

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Steinmaßls Töchter als Gesandte aus dem Vatikan

Zu vorgerückter Stunde kündigte der Moderator Harald von Knoerzer sogar eine Gesandtschaft aus dem Vatikan an, treffend parodiert von den drei Töchtern des Landrats. Sichtlich gerührt nahm der Jubilar die Glückwünsche der Gesandtschaft aus Castel Gandolfo entgegen. Ebenso die musikalischen Grüße der »Cheese-Sisters« »Bei mir bist du schön…« Für einen gelungenen Auftritt sorgte auch eine CSU-Freizeitgruppe mit Unterstützung aus dem Bayernpartei-Lager: Das politische Geschehen auf der Bühne spielte im inzwischen wiedererweckten Kaiserreich Anno 2038. Seines Haupthaares beraubt aber mit langem Nackenhaar, empfing Seine in die Jahre gekommene Majestät Hermann I. anlässlich seines 90. Geburtstags seine Untertanen zur Audienz. Die politischen Anliegen reichten von Bausünden in der Hirschauer Bucht bis hin zu den Olympischen Winterspielen. Diese sollen angesichts der landesweiten Bewerbungs-Niederlagen letztendlich vom Landkreis Traunstein unter seinem Monarchen Hermann I. alleine ausgetragen werden.

Zu Beginn der Feier hatte die Traunsteiner Gebirgsschützenkompanie dem Geburtstagskind ihre Aufwartung gemacht und vor dem Kurhaus mehrere Salutschüsse abgegeben. Bei der Begrüßung der Gäste spielte die Blaskapelle Fridolfing auf und die Chiemgau Brass unter der Leitung von Georg Holzner unterhielt die Gäste beim Abendessen im Saal. Zum Schluss brachte dann auch noch die Blaskapelle Inzing-Törring ein Ständchen, worüber sich Steinmaßl besonders freute, weshalb er auch selbst zum Taktstock griff.

Mit lockeren Sprüchen sorgte Harald von Knoerzer für den Ablauf des offiziellen Programms, bei dem auch die Grußworte der politischen Prominenz nicht fehlen durften. Die Redner lobten und würdigten die Arbeit des Landkreisoberhaupts in höchsten Tönen. Respekt und Anerkennung zollte ihm sein Stellvertreter Josef Kohnhäuser (SPD) »Deine Arbeit und Leistung verdient Respekt und Anerkennung«, sagte Kohnhäuser. Der Präsident des Bayerischen Landkreistags, Jakob Kreidl, bezeichnete Steinmaßl als »Mann der treffenden und deutlichen Worte« und sagte »Danke für 20 Jahre Miteinander«, und der CSU-Landtagsabgeordnete Roland Richter würdigte Steinmaßl als Praktiker, der anpacke und Fakten schaffe. Als Sprecher der Bürgermeister im Landkreis Traunstein bescheinigte der Traunreuter Bürgermeister Franz Parzinger dem Landkreisoberhaupt Herz und Verstand, Leidenschaft und Augenmaß. Steinmaßl habe sich in den vergangenen elf Jahren als Motor mit niemals versiegender Energie erwiesen.

Ramsauer zu Steinmaßl: »Respekt und Hut ab!«

Sehr persönliche Worte wählte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, der in seiner Festrede die politische Karriere Steinmaßls kurz Revue passieren ließ. »Wir sind ein paar Mal aneinandergeraten, es ist aber immer gut ausgegangen zum beiderseitigen Vorteil«, so Ramsauer. Mit Steinmaßl an der Spitze, sei der JU-Kreisverband in den 1970er Jahren zur allergrößten Blüte herangereift und habe sich zu einem der größten Kreisverbände in Bayern entwickelt. Als Landrat habe Steinmaßl mit großer Geradlinigkeit und Strategie auch das Projekt Bildung und Infrastruktur auf den Weg gebracht: »Respekt und Hut ab!« Auch wenn Steinmaßl aus Altersgründen im nächsten Jahr nicht mehr als Landrat kandidieren kann, ist sich Ramsauer sicher, dass er zig andere Sachen frisch anpacken werde. ga