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Mord bei Wimpasing: Anklage erhoben

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Die Leiche der 35-jährigen Rumänin wurde am 9. Juli in einem Waldstück bei Wimpasing gefunden. Unser Bild zeigt Kriminalbeamte bei der Spurensicherung.

Im Mordfall Georgeta C. ist Anklage erhoben: Die Staatsanwaltschaft Traunstein beschuldigt einen 47-jährigen Österreicher, einen »Mord aus niedrigen Beweggründen« begangen zu haben.


Der Mann soll seine Lebensgefährtin, eine in Tirol lebende Rumänin, südlich von Traunstein in einem Waldstück bei Wimpasing aus »gesteigerter Eifersucht« umgebracht haben, wie es in der Anklage heißt. Das bestätigte Dr. Robert Schnabel von der Staatsanwaltschaft Traunstein gestern auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts. Die Leiche der 35-jährigen Georgeta C. hatten zwei Schüler am Morgen des 9. Juli gefunden.

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Wann es zum Prozess gegen den Österreicher kommen wird, steht noch nicht fest. »Ich rechne mit Anfang nächsten Jahres«, so Dr. Schnabel. Der Verteidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Harald Baumgärtl aus Bernau, stellte im Gespräch mit unserer Zeitung heraus, dass er den Tatbestand »Mord aus niedrigen Beweggründen« nicht erfüllt sieht. »Das wird der Knackpunkt im Prozess sein«, kündigte der Verteidiger an.

Der Mord bei Wimpasing hatte im Juli für Aufsehen gesorgt. Ein 17- und ein 18-jähriger Schüler fanden die mit mehreren Messerstichen getötete Frau. Schnell geriet der Lebensgefährte der Rumänin, ein österreichischer Staatsangehöriger mit türkischer Herkunft, ins Visier der Kriminalpolizei. Der Mann flüchtete mit dem Auto seiner toten Lebensgefährtin, wollte sich offenbar über die Schweiz und Italien in die Türkei absetzen. In Rom konnte die Polizei aber sein Handy orten und ihn am 12. Juli schnappen.

Seither sitzt der Österreicher in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Traunstein und wartet auf seinen Prozess. san