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»Monterro« für 55 000 Euro versteigert

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Eine Taschengelderhöhung für den Landwirtschaftsstudenten Johannes müsste bei Hans und Maria Friedrich vom Klingerhof bei Trostberg drin sein, angesichts des erzielten Versteigerungspreises von 55 000 Euro für den Manton-Sohn »Monterro«.

Traunstein – Drei Wochen vor Ende der Milchkontingentierung stiegen die Preise für Zuchttiere beim Großviehmarkt des Rinderzuchtverbands Traunstein im Schnitt um 200 Euro an. Bei einem knappen Angebot von 60 weiblichen Zuchttieren lag der durchschnittliche Versteigerungspreis bei über 1900 Euro. Im Einzelnen wurden für zwei Zweitkalbskühe und eine Kalbin jeweils 2050 Euro bezahlt. Die 58 Erstlaktierenden erhielten bei im Mittel 1898 Euro den Zuschlag.


Erwartungsgemäß war die Zuchtstierversteigerung der Höhepunkt des Tages. Die Besamungsstation CRV Deutschland ersteigerte gemeinsam mit der Besamungsstation Niederösterreich einen hoch vorgeschätzten Manton-Sohn für 55 000 Euro. Auch die Nachfrage nach Natursprungstieren ist enorm. Vier Stiere erzielten Versteigerungspreise über 2000 Euro. Erfreulich auch die Preisentwicklung mit Auszahlungspreisen von 6,40 Euro/kg bei den männlichen Mastkälbern beim letzten Kälbermarkt. Exportkalbinnen werden ebenfalls dringend gesucht.

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Der Zuchtstier »Monterro« von Hans und Maria Friedrich vom Klingerhof bei Trostberg lockte nicht weniger als sieben Einkäufer von Besamungsstationen nach Traunstein. Angeboten wurde der viertbeste Manton-Sohn nach Gesamtzuchtwert von derzeit 783 getesteten Kandidaten. Die Zuchtwerte für Milch, Fleisch, Zellzahl, Melkbarkeit sind ebenfalls weit überdurchschnittlich vorgeschätzt. Dazu kommt, dass der Stier mit großer Wahrscheinlichkeit auch für Kalbinnen geeignet ist. Bei dem eleganten Zuchtstier kam es zu einem Winkerduell zwischen Johannes Wolf von CRV Deutschland und Andrea Hefner von der Besamungsstation Neustadt, was ersterer schließlich für sich entschied.

Die anderen Kaufwilligen griffen wegen des zügigen Versteigerungsverlaufes nur kurz in das Geschehen ein. Der Ersteinsatz des Stieres erfolgt nach der Quarantänezeit im heimischen Zuchtgebiet. Natursprungstiere erfreuen sich auch einer reißenden Nachfrage. Sieben Stiere wurden für Preise zwischen 1800 und 2300 Euro verkauft.

Die vier Jungkühe der Wertklasse 1 wechselten bei einem durchschnittlichen Versteigerungspreis von 2275 Euro den Besitzer. Mit 2500 Euro kam die teuerste Jungkuh dieses Marktes von Thomas Sailer aus Rotkampeln bei Asten. Die Zauber-Tochter wurde mit 33,2 kg Milchleistung, 2,7 kg/Minute Melkbarkeit und 620 kg Lebendgewicht zum Verkauf angeboten. Nur 100 Euro weniger kostet die zweitteuerste Jungkuh des Marktes von Rupert und Karina Blank aus Molbaum bei Otting. Dank der Aktivitäten von Jungzüchterin Lisa Blank hat sich der bekannte Obstbaubetrieb inzwischen zu einem der besten Marktbeschicker des Verbandes entwickelt.

Bei 17 Jungkühen erfolgte der Zuschlag bei einem Versteigerungspreis über 2000 Euro. Zwölf Jungkühe wurden nach Holland exportiert. Vier Zuchtkühe gehen nach Niedersachsen. 18 Jungkühe blieben im eigenen Verbandsgebiet. Das Gros der Jungkühe ging an bayerische Züchter. Der nächste Kälbermarkt findet am 18. März statt. Großviehmarkt ist am 16. April. fb