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Mörder akzeptiert Urteil

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Der Reichenhaller Mörder hat sein Urteil akzeptiert. Foto: dpa

Traunstein – Der Mörder von Bad Reichenhall, der in der WM-Nacht 2014 einen 71 Jahre alten Rentner heimtückisch und aus Mordlust mit 30 Messerstichen tötete und eine 17-Jährige schwerst verletzte, akzeptiert sein Urteil. Auf Anfrage unserer Zeitung teilte Verteidiger Harald Baumgärtl mit: »Nach Rücksprache mit meinem Mandanten werde ich gegen das Urteil des Landgerichts Traunstein kein Rechtsmittel einlegen.«


Gleiches erklärten Björn Pfeifer, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, und Nebenklagevertreter Franz Maushammer, der die Familie des ermordeten Rentners vertritt. Somit bleibt nur noch offen, wie die inzwischen 18-jährige Nebenklägerin und ihre Anwälte reagieren.
Die Jugendkammer am Landgericht Traunstein als Schwurgericht hatte gegen den 21-jährigen Ex-Soldaten am 10. Juli 14 Jahre Jugendstrafe, zu verbüßen in einer sozialtherapeutischen Einrichtung, verhängt. Außerdem ordnete die Kammer den Vorbehalt der Sicherungsverwahrung an. Das bedeutet: Er wird nach Haftende erst entlassen, wenn er nach Überprüfung von Gutachtern nicht mehr gefährlich ist.
Weiter muss der Täter der 18-Jährigen ein Schmerzensgeld von 175 000 Euro zahlen und für alle materiellen und immateriellen Schäden aufkommen, die nicht von Versicherungen gedeckt werden. Die junge Frau hatte das Sehvermögen auf einem Auge irreparabel verloren.
Die Jugendkammer war zu dem Ergebnis gelangt, der 21-Jährige habe »wahllos Menschen töten wollen«. Auch von einem »mehrfachen Overkill« sprach Vorsitzender Richter Dr. Klaus Weidmann in der Urteilsbegründung, die der Angeklagte mit unbewegter Miene verfolgte.   kd

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