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»Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Menschen«

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Bei der Freisprechungsfeier der Kfz-Innung München-Oberbayern wurden die Prüfungsbesten der Sommer- und Winterprüfung geehrt. Unser Foto zeigt (von rechts) Daniel Walcher, Christina Gaisreiter und Philipp Fohringer. (Foto: Buthke)

Wonneberg – Für Kfz-Mechatronikergesellen, die die Gesellenprüfung Sommer 2016 und Winter 2016/2017 bestanden hatten, fand die Freisprechungsfeier der Kfz-Innung München-Oberbayern – Prüfungsbezirk Traunstein und Berchtesgadener Land – im Gasthaus Alpenblick in Weibhausen statt.


Prüfungsbeste der Winterprüfung waren Daniel Walcher von der Firma Willers in Reit im Winkel mit einem Notendurchschnitt von 1,8 und Christina Gaisreiter von der Firma Panzer in Freilassing mit einem Notendurchschnitt von 2,0. Geehrt wurde ebenfalls Philipp Fohringer von der Firma Zahnbrecher in Waging als Prüfungsbester der Sommerprüfung 2016 mit einem Notendurchschnitt von 2,0. Die gleiche Durchschnittsnote erreichte auch Maximilian Heiduzcek von der Firma Buchwinkler in Berchtesgaden.

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»Ein Leben ohne Auto ist kaum denkbar«

Die stellvertretende Landrätin des Landkreises Traunstein, Resi Schmidhuber, überbrachte die Glückwünsche des Traunsteiner Landrats Siegfried Walch und des Berchtesgadener Landrats Georg Grabner. Sie freute sich besonders darüber, dass fünf junge Frauen den Beruf des Kfz-Mechatronikers erlernt haben. »Ein Leben ohne Auto ist kaum denkbar«, sagte sie. Dies zeige die beeindruckende Zahl von rund 160 000 Kraftfahrzeugen, die allein im Landkreis Traunstein zugelassen seien. Mobilität sei ein Grundbedürfnis der Menschen. Nicht, weil sie zum Spaß von A nach B wollten, sondern weil in vielen Fällen ihre Existenz davon abhänge. »Das gilt besonders für unseren ländlichen Raum, wo man mit dem Auto zur Arbeit fährt oder in die zentralen Orte, um dort wichtige Besorgungen zu erledigen«, betonte Schmidhuber.

Ohne Auto sei man einfach aufgeschmissen. Dies merke man spätestens dann, wenn es nicht mehr anspringe oder auf sonstige Weise seinen Geist aufgebe. Wenn man solch ein Problem habe, sei es gut, wenn es Fachleute gebe, die einem aus der Patsche helfe. Als Kfz-Mechatroniker hätten sie jetzt die Befähigung dazu mit Brief und Siegel, ein Auto fachgerecht warten und reparieren zu dürfen, so Schmidhuber weiter.

»Verantwortung für ein sicheres Fahrzeug«

Bis sie jedoch so weit gekommen seien, sei viel Arbeit und Lernen nötig gewesen. »Das Kfz-Handwerk ist nämlich sehr anspruchsvoll. Wer es ausübt, trägt viel Verantwortung für ein sicheres Fahrzeug und dessen Insassen«, sagte die stellvertretende Landrätin. Wer diesen Beruf ausübe, der brauchte deshalb nicht nur Wissen und Können, sondern auch ein hohes Maß an Pflichtgefühl.

Fachleute und gute Handwerker würden immer gebraucht. Insofern könnten sie froh in die Zukunft schauen. Was sie aus ihrer Ausbildung machten, bleibe aber ihnen allein überlassen, denn ihnen stünden viele Möglichkeit offen. Sie müssten nur die richtigen Entscheidungen treffen.

Auf die Ergebnisse der Sommer- und Winterprüfung ging der Vorsitzende des Kfz-Gesellenprüfungsausschusses Traunstein und Berchtesgadener Land, Christian Maier, ein. An der Winterprüfung nahmen 51 Prüflinge der Staatlichen Berufsschule Berchtesgadener Land in Freilassing und 15 Prüflinge der Förderberufsschule der Jugendsiedlung Traunreut teil. Von den 66 Prüfungsteilnehmern haben 54 die Prüfung bestanden. Besonders hob er hervor, dass fünf junge Frauen die Prüfung erfolgreich abgeschlossen haben. An der Sommerprüfung haben zehn Prüflinge teilgenommen. Davon erreichten acht Teilnehmer das Prüfungsziel. »Wir sind stolz auf Euch alle, da ihr die Herausforderung eines immer schwieriger werdenden Berufs auf Euch genommen habt«, unterstrich Maier.

180 Kfz-Betriebe in beiden Landkreisen

Die Freisprechung der Jung-Gesellen von den Verpflichtungen ihrer Ausbildung nahm Kreishandwerksmeister Peter Eicher vor. Mit insgesamt 180 Betrieben in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land sei das Kfz-Handwerk ein wichtiger Arbeitgeber. Gerade im Kfz-Handwerk steige der Bedarf an Fachkräften besonders. Eicher sah darin große Chancen und einen wichtigen Beruf, der auch von Mittelschülern erlernbar sei.

Die Gesellenprüfung sei ein bedeutender Abschnitt im Leben und zugleich ein Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt. »Gute Handwerker werden dringend gebraucht. Die Qualität einer guten Arbeit werde anerkannt«, so der Kreishandwerksmeister. Er rief die Jung-Gesellen dazu auf, die vielen Möglichkeiten zu nutzen, die ihnen ihr Beruf biete, so zum Beispiel den Weg in die Selbstständigkeit mit dem Meisterbrief. Bjr