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Mittelfristig wird der Berghof abgerissen

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Der sogenannte Berghof, das am höchsten gelegene Gebäude auf dem Gelände des Staatlichen Landschulheims Marquartstein, soll mittelfristig ganz abgerissen werden. Noch in diesem Schuljahr wird ein Anbau in Richtung Süden gebaut. (Foto: Giesen)

Marquartstein – So einstimmig wie der Marquartsteiner Gemeinderat den Antrag des Staatlichen Bauamts Traunstein auf Errichtung eines Ersatzbaus für das Alte Achenhaus am sogenannten Berghof des Staatlichen Landschulheims in seiner September-Sitzung abgelehnt hatte, so einstimmig sprach er sich in seiner jüngsten Sitzung dafür aus.


Wie berichtet, soll das am weitesten oben gelegene Gebäude auf dem Gelände des Landschulheims noch in diesem Jahr einen Anbau für die älteren Schülerinnen des Internats erhalten. Das sogenannte Alte Achenhaus, nahe an der Tiroler Ache gelegen, muss wegen immenser Hochwasserschäden abgerissen werden. Der Anbau in Richtung Süden an den Berghof soll acht Zimmer für je zwei Mädchen auf zwei Stockwerken und ein Erzieher-Appartement beinhalten. Bis Schulbeginn des nächsten Jahres soll es fertig sein.

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Bauausschuss und Gemeinderat waren aus gestalterischen Gründen wegen der »Dominanz des Anbaus« an den historischen Berghof, seine »überbordende Höhe, dem unorganischen Verbindungsbau sowie dem Pultdach zunächst gegen die Gestaltung des neuen Anbaus gewesen. Bürgermeister Andreas Scheck berichtete nun von einem Gespräch mit Vertretern des Bauamts im Rathaus. Der Berghof werde demnach mittelfristig ohnehin abgerissen und durch ein dem Anbau identisches Gebäude ersetzt. Dabei werde das Pultdach, wie es bereits am Tagesheimpavillon auf dem Gelände des Landschulheims besteht, aufgegriffen und fortgesetzt. Der vom Gemeinderat als »unorganisch« bezeichnete Zwischenbau werde nicht weiter verfolgt, sondern durch einen überdachten Verbindungsbau ersetzt.

Auf die Frage von Roland Polleichtner, wann der Berghof endgültig abgerissen und ersetzt werde, antwortete der Bürgermeister, dass der jetzt beschlossene Anbau noch aus den Mitteln des bayerischen Hochwasserfonds finanziert werde, ein weiterer Neubau aber aus den Mitteln des Freistaats bezahlt werden müsse. Deshalb könne über den genauen Zeitablauf noch nichts gesagt werden.

Michael Elgass fragte, ob das Internat denn überhaupt so viele Plätze brauche. Der Rathauschef informierte, das Internat sei voll belegt und habe nicht alle Interessenten aufnehmen können. Nachdem der Gemeinderat die neue Planung gesehen hatte, stimmten alle zu. gi

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