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Mitgliedsbeiträge gehen in die Höhe

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Bergen. Der Vorsitzende der Anbietergemeinschaft Urlaub auf dem Bauernhof, Matthias Untermayer, hat bei der Jahreshauptversammlung im Festsaal in Bergen von den Dienstleistungen berichtet, die die Mitglieder der Gemeinschaft erhalten können. Beim Finanzbericht war dann klar: Das kostet mehr, als die Gemeinschaft bisher zur Verfügung hat.


»Wenn’s uns gut geht, fühlt sich auch der Gast wohl« – so stimmte Untermayer seine Gäste auf den Abend ein. Die Sehnsucht der Menschen nach Ruhe werde stärker, so der Vorsitzende. Um aber gegen große Hotels und Wellness-Tempel bestehen zu können, müssten die Landwirte ihre Gäste persönlich überzeugen: »Was wir bieten, ist Herzlichkeit«, so Untermayer. Nichtsdestotrotz müsse auf Qualitätsstandards und Investitionen geachtet werden.

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Geschäftsführer Raphael Röckenwagner berichtete später von den Angeboten, welche die Gemeinschaft den 121 Mitgliedsbetrieben über das Jahr gemacht hat: Informationsbroschüren, Fortbildungen, zum Beispiel zur Pflege der Internetseite, sowie Werbung, zum Beispiel über den Katalog »Urlaub auf dem Bauernhof – Chiemsee Oberbayern« oder über Messeauftritte. Das alles hatte im Jahr 2013 allerdings viel gekostet, sodass die Gemeinschaft ein Minus machte. Und die Reserven, so Röckenwagner, seien bis auf ein paar Hundert Euro aufgebraucht.

Die Vorstandschaft trug darum einen Plan zur weiteren Finanzierung vor: Die Mitgliedsbeiträge sollen steigen, und für die Betriebe, die auch im Internetauftritt der Gemeinschaft werben, soll ein zusätzlicher Beitrag anfallen. Je nach Betriebsgröße soll der Beitrag in drei Stufen um 20 bis 130 Euro erhöht werden. Dazu der Internetbeitrag von 35 Euro und eine Erhöhung des Kinderlandbeitrags um bis zu 105 Euro.

Einige Einwände hatten die Gäste gegen diesen Vorschlag: So schlug ein Landwirt vor, den Katalog der Region mit dem Landeskatalog zusammenzulegen. Röckenwagner sagte, dies sei zu Bedenken, doch werde es womöglich schwierig, die regionalen Werbepartner für den überregionalen Katalog zu begeistern.

Kritik gab es auch an der Staffelung der Beiträge, da die höchste Stufe Betriebe mit fünf oder mehr Ferienwohnungen zusammenfasst. Ein Mitglied schlug vor, nach der Einzelzahl der Betten zu gehen, was Röckenwagner aus praktischen Gründen ablehnte: Die Überprüfung sei zu kompliziert. Eine Bitte, um eine geheime Abstimmung fand ebenfalls keine Zustimmung. Der Vorstand schlug stattdessen vor, eine weitere Stufe für Betriebe ab acht Ferienwohnungen einzuführen, die noch einmal einen höheren Beitrag zahlen sollten. Allerdings ohne die anderen Betriebsgrößen dadurch zu entlasteten. Die Mitglieder nahmen diesen Vorschlag ohne Gegenstimmen an.

Wer sich mit der Preiserhöhung dennoch etwas unbehaglich fühlte, konnte beim Vortrag der Mentalbäuerin Elke Pelz-Thaler gleich anschließend lernen, wie man Menschen gut gesonnen bleibt: Die Perspektive wechseln – und das Positive am anderen suchen. Und zwar zuerst, damit das Gegenüber die Wertschätzung zurückgeben kann.