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»Mit Wonneberg geht es aufwärts«

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Wonneberg. »Mit Wonneberg geht es aufwärts«, sagte Bürgermeister Josef Mayr bei seiner letzten, der insgesamt 25. Bürgerversammlung seiner Amtszeit, die am Freitag im Gasthaus Gruber in Weibhausen stattfand. Was er damit meinte, war die Einwohnerzahl, die jetzt erstmalig auf über 1500 angestiegen ist: auf genau 1512 zum Jahresende 2013. Rückläufig waren dagegen die Schulden, die nunmehr, nicht zuletzt durch eine Tilgung in Höhe von 64 000 Euro, noch 218 000 Euro betragen. Dies bedeute, so VG-Geschäftsleiter Franz Röckenwagner, der den Finanzbericht vortrug, eine Pro-Kopf-Verschuldung von 147 Euro – gegenüber dem Landkreis-Durchschnitt von 511 Euro ein sehr guter Wert.


Dies ist allerdings nur eine Momentaufnahme. Denn, wie der Bürgermeister im Rahmen seines Rechenschaftsberichts ausführte, werden die Schulden heuer deutlich zunehmen. Wegen der teuren Straßenbaumaßnahme von St. Leonhard nach Töfenreut – 1,4 Millionen Euro bei Zuschüssen in Höhe von 717 000 Euro – müsse die Gemeinde einen Kredit von knapp 270 000 Euro aufnehmen.

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Der Rechenschaftsbericht fiel bei dieser Bürgerversammlung, die, wie berichtet, ganz im Zeichen des Abschieds von Bürgermeister Mayr stand, relativ kurz aus. Anfragen gab es überhaupt keine; knappe Aufrufe dazu von Bürgermeister Mayr und Bürgermeister in spe Martin Fenninger blieben ohne Resonanz. Außerdem hatte der Bürgermeister mit einem Schmunzeln schon vorab gemeint: »Mir braucht ihr keine Wünsche mehr aufbürden, ich hab sowieso nicht mehr lange.«

Teuerstes Projekt ist Straße nach Töfenreut

In seinem Rückblick auf das Jahr 2013 ging Mayr auch auf die Umgehungsstraße für Weibhausen ein, die in diesen Tagen endgültig fertiggestellt wird: durch eine verbesserte Querneigung und durch eine deutlichere Darstellung als Vorfahrtsstraße am Ortsrand von Weibhausen. Die Umgehung bringe, so Mayr, mehr Sicherheit für die Bewohner von Weibhausen und sei von daher eine Bereicherung für die Bürger, ebenso wie die Abbiegespur bei Scharling und die Verbesserungen bei Greinach.

Genauer ging Mayr auf die Straße nach Töfenreut ein, die, sowohl was den Bau als auch die Finanzierung anbetrifft, auf zwei Jahre verteilt werde. Die Baukosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro müssten erst geschultert werden. Aber mit der traditionell vorsichtigen Finanzpolitik der Gemeinde werde dies möglich sein; natürlich werde dadurch manch anderes verschoben werden müssen.

Diese Maßnahme sei unbedingt notwendig gewesen, betonte der Bürgermeister, zumal auch hohe Zuschüsse gewährt wurden. Mitte des Jahres werde die Maßnahme abgeschlossen sein. Wenn der Eindruck entstanden sei, dass sich die Maßnahme lang hinziehe, sei dies richtig, aber auch bewusst so in Kauf genommen worden; denn dadurch hätten die Baufirmen mehr Flexibilität, was sich in einem günstigeren Preis auswirke.

Sehr positiv sei die Verbesserung des Breitbandnetzes über die Bühne gegangen. Die Ortschaft Egerdach habe den besten Internetempfang in der gesamten VG, und auch St. Leonhard und Weibhausen seien sehr gut versorgt. Die Gemeinde habe für die Breitbandversorgung 110 000 Euro ausgegeben, dafür aber 77 000 Euro Zuschuss bekommen. Weitere Verbesserungen in den kleineren Orten der Gemeinde sollten wohl auch noch möglich sein, so Mayrs Prognose.

Dann ging der Bürgermeister noch auf ein künftiges Projekt kurz ein: die seit langem diskutierte Nahwärme für St. Leonhard. Hier sei das Grundstück das größte Problem. Der neue Gemeinderat werde die Aufgabe haben, ein passendes Grundstück zu finden, wenn die Nahwärmeversorgung verwirklicht werden solle, meinte er. Dann verwies er noch auf ein größeres sportliches Ereignis in der Gemeinde: die Bayern-Rundfahrt, die am 20. Mai von Scharling aus über St. Leonhard in Richtung Lauter führen wird.

Grundstück für Nahwärme gesucht

Nach dem Bericht des Bürgermeisters standen noch zwei Ehrungen besonders erfolgreicher, junger Leute in Schule und Beruf auf der Tagesordnung: Anna Gebhard hat ihre Mittlere Reife mit einem Durchschnitt von 1,14 abgeschlossen, und Markus Mühlthaler hat seinen Meister im Metallbau mit sehr gutem Erfolg absolviert. Beide erhielten jeweils ein Geschenk der Gemeinde. he