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»Mit so einem Andrang haben wir nicht gerechnet«

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Reich bestückt und sehr übersichtlich ist das Schilderlager im neuen Traunreuter Bauhof: Besucher wie Alfons Danner (links) aus Frühling waren beeindruckt von der Fülle an Schildern, die zum Aufgabengebiet von Leo Helminger gehören. (Foto: Rasch)

Traunreut – Wie viel Hektar Grünflächen betreut die Stadt? Wie wird der Winterdienst organisiert oder wie viel Straßenkehricht fällt jährlich an? Antworten auf solche Fragen und Einblicke in die vielfältige Aufgabenpalette gab es am Tag der offenen Tür des neuen Traunreuter Bauhofes.


Mit Kind und Kegel schwärmten die Traunreuter aus und waren beeindruckt von der gewaltigen Dimension der Bauten auf dem 17 000 Quadratmeter großen Gelände. Auch wenn noch keine Schlussrechnung vorliegt: Die Kosten für das Projekt werden sich bei elf Millionen Euro bewegen.

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Er sei so begeistert, dass er mit 79 Jahren am liebsten wieder das Arbeiten anfangen möchte, sagte Brosi Fischer dem Traunsteiner Tagblatt. Voll des Lobes äußerte sich auch Anton Langschartner, Bauhofmitarbeiter in der Gemeinde Seeon-Seebruck. »Super, die enormen Gewerke. Jeder hat seinen eigenen Bereich und viel Platz. Mit einer guten Ausrüstung kann man auch eine gute Arbeit machen.« Das Geld sei in seinen Augen gut investiert, wenn man die vielschichtigen Aufgaben betrachte, die in Traunreut anfallen, so Langschartner.

Den ganzen Tag über herrschte reges Treiben auf dem Gelände. Während die Eltern die Werkstätten, Lager und Büros inspizierten, hatten die Kinder ihren Spaß beim Probesitzen in den Fahrzeugen oder beim Bemalen von Blumentöpfen, die sie dann bepflanzen und mit nach Hause nehmen durften. Auch für den Hunger und Durst war bestens gesorgt. Grillfleisch und Würstl fanden ebenso reißenden Absatz wie Kaffee und Kuchen, die von den Mitarbeiterfrauen gebacken wurden und ihren Männern auch bei der Ausgabe unter die Arme griffen.

»Mit so einem Andrang haben wir echt nicht gerechnet«, freute sich Bauhofleiter Josef Bernhofer. Alle 46 Mitarbeiter waren im Einsatz. Entweder standen sie am Grill und am Ausschank oder sie stellten sich den Fragen der Besucher. Zwei Mitarbeiter sorgten sogar für musikalische Unterhaltung.

»Die Leute sind sehr interessiert an unserer Arbeit und inspizieren unsere Ausrüstung ganz genau«, so Leo Helminger, der für das Schilderlager zuständig ist. Dass die Mitarbeiter des Bauhofs in die Planung mit einbezogen worden seien, sei ein großer Vorteil gewesen und habe sich in der Praxis bewährt, so Helminger.

Seit Mitte August letzten Jahres sind die Bauhofleute mit Sack und Pack in ihren neuen Arbeitsplatz im Gewerbegebiet Äuglwald umgezogen. Der Umzug sei problemlos verlaufen und habe, bis alles wieder an seinem Platz war, rund vier Monate gedauert. Mittlerweile haben sich alle gut eingelebt, wie ein sichtlich zufriedener Bauhofleiter bestätigt. Bernhofer arbeitet seit 30 Jahren im städtischen Bauhof und hat vor rund fünf Jahren die Leitung der Einrichtung übernommen, die einen meist flexiblen Einsatz aller Mitarbeiter erfordert, da die Tätigkeiten sehr vielseitig sind. ga