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Mit neuen Türen in die Sicherheit investiert

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Grassau – Viel Geld investierte der Schulverband in die Sicherheit der Grund- und Mittelschüler. In der Schulverbandsversammlung wurde die Jahresrechnung von 2014 vorgelegt. Einstimmig wurde diese angenommen. Zudem informierte Schulleiter Johannes Zeitel über die aktuelle Schulsituation.


Gerade im Unterabschnitt Unterhaltskosten für das Schulhaus wurde 2014 einiges investiert. Schulverbandsvorsitzender Rudi Jantke berichtete, dass die Außentüren mit Sprechanlagen für rund 42 000 Euro ausgestattet wurden. Die neuen Türen können während der Schulzeit nur mehr von innen geöffnet werden. Unbefugten ist somit der Zutritt verwehrt. Zudem wurden alle Räume der Schule mit einer Sprachalarmanlage versehen. Kostenpunkt: 10 800 Euro. Auch eine neue Leitung zu den Lautsprechern war für 2200 Euro erforderlich. Der Einbau einer Brandschutztür im Keller kostete rund 11 000 Euro.

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Auch wurden in einigen Klassenzimmern die Bodenbeläge für 28 000 Euro erneuert und die Ganztagsschule erhielt neue Schallschutzelemente für 3500 Euro. Jantke informierte, dass der Schulverband die Schulgebäude vom Markt Grassau gemietet habe. Die Miete werde auf die Mitglieder des Schulverbands (Marquartstein, Staudach-Egerndach und Grassau) nach einem Schlüssel entsprechend der Schülerzahlen aus den Gemeinden umgelegt. Einstimmig nahm die Verbandsversammlung die Jahresrechnung für 2014 mit den Abschlusszahlen im Verwaltungshaushalt mit 885 413 Euro und im Vermögenshaushalt mit 64 240 Euro an.

Schülerzahlen in Grassau entgegen der Prognosen stabil

Von einer erfreulichen Entwicklung der Schülerzahlen berichtete Schulleiter Johannes Zeitel. Entgegen der Prognosen seien diese stabil. Für das kommende Schuljahr seien 66 Schüler angemeldet und es können drei erste Klassen gebildet werden. Auch die zweite Jahrgangsstufe könne mit 56 Schülern weiterhin dreizügig geführt werden. In der Grundschule werden insgesamt 12 Klassen, also pro Jahrgangsstufe drei, mit einer Klassenstärke von 17 bis 23 Schülern unterrichtet. Insgesamt besuchen die Grundschule 241 Schüler.

Auch an der Mittelschule gibt es 291 Schüler. Man könne sogar vier siebte Klassen planen. Zeitel erklärte, dass die Tendenz von Rückkehrern aus dem Gymnasium und Realschule in die neunte und zehnte Klasse unvermindert groß sei und in der zehnten Klasse mit 15 Schülern mehr gerechnet werde.

Da eigentlich erwartet wurde, dass die Schülerzahlen sinken, gebe es viele Provisorien. Gruppenräume und Fachräume werden als Klassenzimmer genutzt. Der Raumbedarf sei größer als Zimmer vorhanden. Mittlerweile gebe es 15 Klassen mit einer durchschnittlichen Stärke von 20 Schülern in der Mittelschule. Auch die Abwanderung von Schülern in der ersten Klasse zu anderen Schulen und in der fünften Klasse zu weiterführenden Schulen sei nicht mehr so stark. Dies freue ihn, zumal es auch eine Anerkennung der Arbeit der Mittelschule bedeute.

Zum Ganztagsangebot für Grundschüler informierte der Rektor, dass im Hort des Kindergartens Mariä Himmelfahrt drei Schüler auf der Warteliste stehen und fünf Schüler auf einen Platz in der Mittagsbetreuung warten. Im Hort des Rottauer Kindergartens seien noch vier Plätze frei, allerdings nur bis 15 Uhr. Der Bedarf für eine Ganztagsbetreuung sei höher als die Kapazität. Er hoffe nun, dass es mit dem geplanten Anbau an die Staudach-Egerndacher Schule für eine Ganztagsbetreuung eine Entlastung geben werde.

Zwei volle Gruppen für die Ganztags-Mittelschule

Zur offenen Ganztagsschule für die Mittelschule fügte Zeitel hinzu, dass nach den Anmeldungen zwei volle Gruppen gebildet werden. Bereits im Mai müsse dies beantragt werden. Viele Eltern entscheiden sich jedoch kurzfristig, und so seien die zwei Gruppen jetzt schon voll. Bürgermeister Rudi Jantke sagte, dass die Bayerische Staatsregierung auch eine Ganztagsschule für Grundschüler im Auge habe. Allerdings wisse man da noch nicht, wie sich dieses Vorhaben entwickeln werde.

Horte und Nachmittagsbetreuungen seien für Eltern kostenpflichtig, die Ganztagsschule jedoch kostenlos. Mit der Ganztagsschule für Grundschüler könnte es zur Konkurrenz mit Horten und Betreuungen kommen, vermutete der Rathauschef. Unabhängig vom Schulverband müsse dennoch jede Gemeinde schauen, wie sie ihre Kinder betreuen kann, so Jantke.

Der Staudach-Egerndacher Bürgermeister Hans Pertl berichtete zum geplanten Bau der Nachmittagsbetreuung in seiner Gemeinde, dass er zunächst eine Bedarfserhebung brauche. Erst danach könne weiter geplant werden. Interessant sei dabei, ob auch Mietenkamer Grundschüler, die derzeit die Grundschule in Staudach-Egerndach besuchen, an einer Nachmittagsbetreuung interessiert seien. Auch hinsichtlich einer Ganztagsschule müsse der Bedarf festgestellt werden. Gerade hier liege das weitere Problem, denn man wisse nicht, in welche Richtung die Regierung gehe und ob nun eine Ganztagsschule oder ein Hort geplant werden müsse. Die Anforderungen sind für die beiden Formen der Betreuung unterschiedlich. Zeitel versprach, den Bedarf mitzuteilen. tb