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Mit neuem Konzept zurück zum Erfolg

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Der richtige Takt wurde in der Arbeitsgruppe zum Plattln geübt. (Foto: Flug)

Unterwössen. Wie begeisterungsfähig junge Leute heute tatsächlich sind, das erwies der Gaujugendtag des Chiemgau Alpenverbandes im Oberwössner Gasthof zur Post. Der Eifer leuchtete in den Augen der Jugendlichen und die Blicke verfolgten die flinken Finger der ungefähr 20 Gruppenleiter. Selbst in den Pausen gönnten sich viele keine Erholung, sondern machten einfach weiter.


So ist das neue Konzept des Gaujugendtages in vollem Umfang aufgegangen. Die Gaujugendvertretung mit Peter Voggenauer, Rainer Häuser-Schmid und Maria Höhne hatten dieses zusammen mit den Jugendleitern des Gastgebers, dem Oberwössener Trachtenverein »D' Rechlberger«, auf die Beine gestellt.

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235 Jugendliche aus 23 Vereinen des Chiemgau-Alpenverbandes waren an diesem Tag nach Oberwössen gekommen. Entsprechend ihren Neigungen wurden sie in Arbeitsgruppen aufgeteilt. Rund um die Wettbewerbe im Dirndldrahn und Plattln drehte sich ein Thema. Aber auch die Arbeit der Preisrichter stand in einer Gruppe im Vordergrund. Währenddessen gab es bei Lisi Hilger, Traudi Messerer, Elfriede Entfellner und Marlies Hell gebündeltes Wissen für die eigene Trachtenfrisur.

Im dichten Kreis hockten die Buam und Dirndln um Adi Köberle. Der 60-Jährige wusste alles über Holzauswahl, Schnitzwerkzeug und das Schnitzen. Unter seiner Anleitung entstanden holzgeschnitzte Miniaturen von Werkzeug oder Musikinstrumenten, Edelweiß, Almrausch und Enzian.

Die Arbeitsgruppe »Sansibar« hatte gar nicht in den Gasthof gepasst. Die hatte sich zur Aufgabe gemacht, die Teilnehmer mit alkoholfreien Cocktails zu versorgen. Die jungen Barkeeper waren kurzerhand in die Wagenhalle der Feuerwehr ausgewichen. Dort zeigte ihnen Trachtlerin Hanna Häuslschmied und Michaela Bauer vom Kreisjugendring, wie sie aus den Zutaten leckere Cocktails zaubern.

Die Gruppe der Fotografen fingen das ein, was vor die Linse kam und erhielt dabei wertvolle Tipps für Motivgestaltung und Weiterbearbeitung. Die Pressegruppe schrieb Texte über ihre Erlebnisse und veröffentlichte sie sofort im Internet. Eine weitere Gruppe wurde von Michel Huber in die Ansagekunst eingewiesen.

Am späten Nachmittag trafen sich dann alle Jugendlichen zusammen mit den Betreuern zu einer Präsentation der Gruppen. Der Unterwössner Bürgermeister Hans Haslreiter, der sich am Nachmittag über die Veranstaltung informiert hatte, zeigte sich sehr beeindruckt und überbrachte im Namen der Gemeinde ein kleines Geldgeschenk an den gastgebenden Trachtenverein.

Das neue Konzept des Gaujugendtages ist mit der konzentrierten Zusammenarbeit von Jugendlichen aus den 23 Vereinen bestens aufgegangen. Zuvor hatte die Einrichtung des alle zwei Jahre stattfindenden Gaujugendtages geschwächelt. Es war bereits räumlich schwierig, die jeweils zwischen 200 und 300 Jugendlichen in einer Veranstaltung zusammenzubringen. Zudem hatte das Interesse der Jugendlichen immer mehr abgenommen. Das neue Konzept mit den Arbeitsgruppen fördert dagegen jetzt das unmittelbare Miteinander in konzentrierter Zusammenarbeit.