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Mit Hilfe aus Stein in Richtung Olympia

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Das von ASB entwickelte dreifach höhenverstellbare Playboard (Tin) wurde bei den Commonwealth Games in Glasgow erstmals offiziell eingesetzt. (Foto: Steve Line)

Traunreut. Einen Riesenschritt hat Squash bei den Commonwealth Games in Glasgow in Richtung Aufnahme ins Programm der Olympischen Spiele gemacht: »Squash ist ein großartiger Sport. Es hat in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht und ist viel zuschauerfreundlicher geworden«, sagte IOC-Mitglied Prinz Albert von Monaco. »Die Spiele waren ein großartiges Schaufenster für den Sport, das Niveau war überragend.« Der Weltverband WSF formulierte es so: »Squash feiert Goldene Glasgower Spiele.«


Möglich gemacht haben diesen  Erfolg  nicht   zuletzt die ASB-Unternehmensbereiche ASB Squash und ASB ShowGlassCourt aus Stein an der Traun. Erstmals wurde bei den Spielen das von ASB entwickelte dreifach höhenverstellbare Playboard (Tin) offiziell eingesetzt. Insbesondere das Doppel gewann durch die Neuerung, ein 31 Zentimeter hohes Tin zu nutzen, an Spannung. Das Doppel, von dem die meisten Spieler bislang wenig begeistert waren, ist plötzlich ein Renner. »Die Spiele waren kürzer und dynamischer, mit packenden und kurzweiligen Begegnungen auf den neuen Courts und dem Show-Court«, schrieb die WSF im Bericht zu den Commonwealth Games.

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Rund 35 000 Zuschauer verfolgten die Einzel- und Doppelmatches auf dem »spektakulären, topmodernen ASB-ShowGlassCourt im Scotstoun Sports Campus« in Glasgow, wie die WSF weiter schreibt. Der Verband sei stolz auf diesen Beleg für die Innovationskraft und die Attraktivität seines Sports. »Die Organisatoren der Commonwealth Games haben neue Maßstäbe gesetzt«, sagte WSF-Präsident Narayana Ramachandran.

Die WSF betont ausdrücklich die Rolle, die ASB für den Squash-Sport auf dem Weg zu Olympia spielt: Die ASB-Entwicklungen hätten Squash kontinuierlich attraktiver gemacht – die verschiebbaren Glasseitenwände und der TV-optimierte Boden beispielsweise. Seit Squash 1998 ins Programm der Commonwealth Games aufgenommen wurde, ist ASB exklusiver Ausrüster. »Tatsächlich bauten wir für alle fünf Games Glascourts mit verschiebbaren Seitenwänden. In diesen 16 Jahren haben wir die Courts stetig weiterentwickelt«, erläutert ASB-Inhaber Horst Babinsky. Alle vier Seiten des 2014er Courts bestehen nur noch aus Glas - Stahlträger werden in der ASB-Bauweise nicht mehr benötigt.

Der fernsehtaugliche schwarze Boden ist so konzipiert, dass er trotz starker Beleuchtung mit 2000 Lux nicht hell erscheint. Die Wände sind in einem sehr dunklen Blau gehalten. Das trägt dazu bei, dass die schnellen Bälle deutlich besser zu sehen sind – auch und gerade bei Fernsehübertragungen. Für die Athleten ist der Court schwarz und blau – und dennoch kann der Zuschauer dank des sogenannten One-Way-Effekts das Spiel beobachten, als fände es in einem Aquarium statt. »Das war eine der großen Herausforderungen für uns«, sagte Horst Babinsky: »Einerseits mussten wir sicherstellen, dass die Spieler nicht von Zuschauern oder Kameras außerhalb des Courts irritiert werden, andererseits muss dem Zuschauer vor Ort und am Bildschirm der Sport optimal präsentiert werden.« Dafür wurden ins Sicherheitsglas Punkte eingebrannt, die die Sicht von außen nach innen ermöglichen – für die Squashspieler ist die Wand aber undurchsichtig.

»Durch all diese Modifikationen wurde es möglich, dass der kleine weiße Squashball viel besser gesehen werden kann und dass das erste Mal Squash im Fernsehen weltweit von Sky und BBC übertragen wurde«, sagte Christof Babinsky, Geschäftsführer des Unternehmensbereichs ASB ShowGlassCourt. Dass ein Erfolg für Squash bei den Olympischen Spielen mit der Fernsehtauglichkeit steht und fällt, davon ist er überzeugt. »Alles, was wir in den vergangenen Jahren vorangebracht haben, ist letztlich auf dieses Ziel ausgerichtet gewesen. Ein Ziel, das wir mit dem Weltverband teilen.« Und Babinsky sen. ergänzte: »Ich gehe davon aus, dass Squash innerhalb eines Jahres wieder zur olympischen Sportart wird.«

Damit habe sich ASB auch ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen: »Kein anderer Courthersteller auf der ganzen Welt kann diese Leistungen, die der Weltverband inzwischen als Standard für seine Großveranstaltungen einfordert, sowohl in technischer als auch in qualitativer Hinsicht bringen«, hielt Babinsky fest. »Das, was unsere Unternehmensbereiche ASB Squash und ASB ShowGlassCourt geleistet haben, ist einfach phänomenal.« fal