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Mit heißen Rhythmen das Zelt zum Brodeln gebracht

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Die »Cubaboarischen« und ihr gelungener Mix aus bayerischer Volksmusik mit kubanischen Rhythmen kamen in Waging bestens an. (Foto: Mix)

Waging am See – Es ist wieder »Zeltln-Zeit« in Waging. Das Zirkuszeltfestival, auch »Mini-Tollwood« genannt, geht heuer bereits in die sechste Runde. Brechend voll war das Zelt beim Konzert der »Cubaboarischen«, die mit ihrer ganz eigenen Mischung aus traditionell bayerischer und mitreißender kubanischer Musik eine riesige Fangemeinde haben.


Die Truppe um Bandleader Hubert Meixner versteht es wirklich bestens, das Publikum zu unterhalten. Die Vollblutmusiker spielen mit sichtlichem Spaß und der Funke springt sofort auf die Zuhörer über. Von ihren Reisen in die Karibik bringen sie immer wieder neue Lieder mit, die sie dort mitunter von Straßenmusikanten hören. Verbunden mit bayerischer Volksmusik werden daraus ganz eigene, aber wunderschön anzuhörende Stücke.

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Die Musik geht ins Blut, es fällt schwer, dabei ruhig sitzen zu bleiben, und jeder wippt und klatscht begeistert mit. Die Gruppe hat wieder einige neue Stücke ins Programm aufgenommen, sodass es auch für alte Hasen und treue Fans nie langweilig wird, ihnen zuzuhören. Ein paar besonders rasante Polkas waren darunter, bei denen die großartige musikalische Qualität der »Cubaboarischen« besonders deutlich wurde. Unter anderem brachten sie ein altes Stück aus dem bayerischen Volksmusikarchiv dar, das die Gruppe »100er Galopp« nennt, weil es auf Seite 100 des Musikverzeichnisses steht. Auch einen Abstecher ins benachbarte Österreich machten die sieben mit einer flotten steirischen Polka, deren Titel sie kurzerhand umgeändert haben in »Mia san vom Mangfalltal«. Die teils auf Spanisch, teils Baierisch gesungenen Texte tragen neben der mitreißenden Musik zur hervorragenden Unterhaltung bei. Sehr amüsant anzuhören ist die Geschichte von der »Brautschau« oder vom »Scandalo« über die unpassenden Bräute des Sohnes.

Doch die »Cubaboarischen« können auch ruhig und romantisch, wie beim neuen Stück »Silencio« oder dem sehr einfühlsamen »Yolanda«, das wie üblich den Schlusspunkt des Konzerts bildete. Die sieben Musiker, die seit frühester Jugend mit der Volksmusik vertraut sind, beherrschen jeweils mehrere Instrumente und dies in Vollendung. Egal ob Salsa, Cha Cha Cha oder Polka, die Rhythmen sind mitreißend.

So ist es auch kein Wunder, dass die Konzertbesucher am Ende von ihren Plätzen aufstanden und sich zu den Klängen bewegen wollten. Allerdings war im voll besetzten Zelt kein Platz, um richtig zu tanzen. mix