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Mit Gespinsten verhüllte Büsche und Bäume

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Gespinstmotte Traunstein
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Kein schöner Anblick, aber auch keine Gefahr: ein von Gespinstmotten befallenes Gehölz. Auf dem kleinen Bild eine Nahaufnahme mit Raupen. (Fotos: G. Karrer)
Gespinstmotte Traunstein
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Traunstein – Schön schauen sie nicht aus, die komplett eingehüllten Büsche und Bäume. Verursacher sind verschiedene Gespinstmottenarten, deren Raupen derzeit an verschiedenen Gehölzen wie Traubenkirschen, Pfaffenhütchen, Faulbaum, Schlehen sowie Obstbäumen fressen und auffällige weiße Gespinste bilden.


Wie das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein mitteilt, verpuppen sich die Raupen nach dem sogenannten Reifungsfraß, der in gut zwei Wochen beendet sein wird, in den Gespinsten, bevorzugt am Stammfuß oder in Astgabeln. Mit Ausflug der Falter ist der ganze Spuk auch schon wieder vorbei; die Bäume erholen sich und werden erneut austreiben. Gefahr für Mensch, Tier oder Pflanze herrscht bei diesen Arten keine.

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Manchmal werden die harmlosen Gespinstmotten mit dem Eichenprozessionsspinner verwechselt. Dessen Raupen fressen ebenfalls Bäume kahl, allerdings sind hier ausschließlich Eichen betroffen. Die Raupen wandern abends in sogenannten Prozessionen in die Kronen der Eichen, um dort die Blätter zu fressen. Gefährlich am Eichenprozessionsspinner sind die Brennhaare der Raupen, welche allergische Reaktionen bei Menschen und Tieren auslösen können. Diese reichen von Hautirritationen bis hin zu einem möglichen allergischen Schock.

Zur Unterscheidung reicht ein Blick auf das befallene Gehölz: Sollte es sich hierbei um eine Eiche handeln, ist Vorsicht geboten. Ist es keine Eiche, besteht auch keine Gefahr durch den Eichenprozessionsspinner. Ferner gibt es einen farblichen Unterschied zwischen beiden Arten. Die Raupen der Gespinstmotte sind gelblich bis graubraun gefärbt mit schwarzen Punkten und schwarzem Kopf, während die Raupen des Eichenprozessionsspinners grau sind mit einer breiten dunklen Rückenlinie, bestückt mit rotbraunen Warzenhaaren.

Sollte trotzdem bei einem mit Gespinsten behangenem Gehölz Unsicherheit herrschen, ist es ratsam, Abstand zu halten und im Zweifelsfall im Landratsamt bei Markus Breier (Telefon 0861/58 385) nachzufragen. Befindet sich der befallene Baum im Wald, sind die örtlichen Förster zuständig. fb