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Mit einer Vision am Ziel ihrer Träume

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Stephanie Pedros und ihr Team hatten beim Filmdreh zu »Reality Check« auch eine jede Menge Spaß. Mit dem Film räumte die Regisseurin aus Siegsdorf, die mittlerweile in München lebt, bei der Weltpremiere bei einem Festival in Griechenland gleich einen Preis ab.

Mit diesem Erfolg hatte sie wahrlich nicht gerechnet: Regisseurin Stephanie Pedros gelang mit ihrem Film »Reality Check« wohl endgültig der Durchbruch im Filmgeschäft. Denn bei »Peloponnesian International Film Festival« in Griechenland räumte die Siegsdorferin, die mittlerweile in München lebt, bei der Weltpremiere gleich einen Preis ab. Sie bekam den Regiepreis für die beste Regie in einem Debüt-Kinofilm.


Trotz starker Konkurrenz durchgesetzt

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»Die Überraschung war schon sehr groß«, sagt Stephanie Pedros im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. »Denn die Konkurrenz war sehr stark und ich habe wirklich nicht damit gerechnet.« Jetzt fiebert die 36-Jährige der Deutschland-Premiere ihres Films entgegen. Diese wird voraussichtlich im April in München sein.

Und vielleicht ist ihr Film auch bald in London zu sehen. »Das hängt aber noch in der Luft«, sagt Pedros. An die englische Hauptstadt hat sie jedenfalls nur gute Erinnerungen. Denn an der dortigen, internationalen Filmhochschule, der »London Film School«, lernte Stephanie Pedros beim bekannten Filmregisseur Mike Leigh ihr Handwerk.

Zuvor hatte sie aber einen harten Weg vor sich. Für Stephanie Pedros war schon früh klar, »dass ich einmal Filmregisseurin werden möchte«. Gesagt, getan. Nach dem Schulabschluss in Sparz ging sie gleich zum Film, arbeitete dort zunächst als Innenrequisiteurin. »Ich habe mich da gleich richtig wohlgefühlt«, erzählt sie. »Das war eine wichtige und großartige Zeit für mich.« Von ihrem Ziel war sie da aber noch weit entfernt. Nach fünf Jahren bekam sie dann aber die Chance, ein Studium zu beginnen – und diese nutzte sie eben und ging nach England. Vier Jahre war sie in London.

»Auch das war schon eine sehr erfolgreiche Zeit für mich«, erinnert sich Pedros. Zweimal bekam sie während des Studiums die Gelegenheit, dass ihre Vorschläge für Projekte ausgewählt wurden. »Und beim Abschluss meines Studiums habe ich den Publikumspreis gewonnen«, fügt sie stolz hinzu.

Zurück in Deutschland hatte sie die vergangenen Jahre einige Projekte verwirklicht. 2012 begann Pedros dann die Arbeiten zu ihrem Film »Reality Check«. Sie habe dabei alles selber gemacht, erzählt sie. »Ich habe das Drehbuch geschrieben, produziert, Regie geführt und geschnitten.« Sie wollte diesen Film »einfach unabhängig gestalten.« Und Pedros glaubte auch immer daran, dass der Streifen erfolgreich sein werde. »Meine Vision gegenüber der Geschichte war so stark, dass ich das einfach alles selber in die Hand nehmen wollte.«

Gut ein Jahr später war der 60-Minuten-Film fertig. »Reality Check« sei ein Featurefilm, sagt Pedros. Das Besondere dabei: Im Film laufen zwei Geschichten parallel ab. Viele Produzenten schreckte dies anfangs ab. Das könne nicht funktionieren, waren die Kommentare, erinnert sie sich. »Aber man muss sich manchmal einfach durchbeißen«, sagt Pedros – und das hat sie auch gemacht. Die Meinung der Produzenten hat sich mittlerweile grundlegend geändert. »Jetzt gratulieren mir viele.«

»Drei Angebote liegen aktuell auf dem Tisch«

Besetzt hat Pedros ihren Film, der hauptsächlich in München gedreht wurde, international. In der Geschichte um eine dänische Malerin geht es darum, dass diese den Tod ihres Mannes nicht verkraftet. Sie muss es dennoch schaffen, den Abgabetermin für eine große Ausstellung einzuhalten. Die Zeit für die Malerin, gespielt von der dänischen Schauspielerin Dina Rosenmeier, läuft.

In der zweiten Geschichte geht es um einen Engländer, gespielt von Mark Byron, der nach München zieht und dort an einer Tankstelle zu arbeiten beginnt. Mit dem Tankstellenbesitzer entwickelt sich schnell eine Vater-Sohn-Beziehung. Eines Tages erbt der Engländer die Tankstelle. Doch er muss überlegen, was er nun machen soll.

Stephanie Pedros weiß das hingegen genau. Sie möchte bald ihren nächsten Film verwirklichen. »Drei Angebote liegen aktuell auf dem Tisch«, erzählt Pedros, die auch ein eigenes Exposé in der Hinterhand hat. »Alle sind sehr interessant«, fügt sie hinzu. »Jetzt muss man mal schauen, was passt.« Schließlich soll nach »Reality Check« gleich der nächste Volltreffer folgen. SB